Heuschnupfen: Was gegen Gräser, Roggen und Beifuß hilft

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Unser Immunsystem ist täglich damit beschäftigt, unseren Körper weitgehend vor Viren oder Bakterien zu schützen. Doch dieser körpereigene Schutz funktioniert nicht fehlerfrei. Bei Heuschnupfen reagiert er schon auf harmlose Reize, die durch Pollen ausgelöst werden. Diese allergische Reaktion führt zu einer Anhäufung von Symptomen wie Niesen, laufende Nase, Juckreiz, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit und tränenden Augen. Eine Linderung dieser Beschwerden kann mithilfe eines Antihistaminikum herbeigeführt werden.

 

Antihistaminika und ihre Nebenwirkungen

Antihistaminika sind Arzneimittel, die dem körpereigenen Stoff Histamin, der für eine allergische Reaktion verantwortlich ist, entgegenwirken. Dabei verhindert es, dass sich das Histamin an die auf der Zelloberfläche angesiedelten Rezeptoren haftet und somit die Allergiesymptome auslöst. Antihistaminika sind apothekenpflichtig und bis auf einzelne Ausnahmen frei verkäuflich, also nicht rezeptpflichtig.

Antihistaminika sind in einer Vielzahl von Formen erhältlich. Dazu gehören u.a. Augentropfen, Nasensprays, Tabletten, Kapseln, Cremes und Lotionen. Der Charakter der Symptome bestimmt die Anwendungsform. Allerdings wirken Antihistaminika lediglich den Symptomen des Heuschnupfens entgegen, nicht seiner Ursache.

Die wohl gängigsten Wirkstoffe unter den Antihistaminika sind Cetirizin und Loratadin. Präparate, die auf dem Wirkstoff Cetirizin basieren, können als Nebenwirkung eine mehr oder weniger schwere Benommenheit und Müdigkeit mit sich bringen. Daher wird empfohlen, Cetirizin vorzugsweise am Abend vor dem Schlafengehen einzunehmen. Präparate mit dem Wirkstoff Loratadin haben diesen Effekt nicht und können zu jeder Tageszeit eingenommen werden. Betroffenen Patienten wird daher eher die Einnahme von Loratadin empfohlen.

Trotz der bekannten Nebenwirkungen griffen Nutzer laut einer Analyse des Vergleichsportal idealo.de im Zeitraum 2016 bis 2018 eher zu Cetirizin als Loratadin. Im direkten prozentualen Vergleich beider Wirkstoffe lag die Nachfrage von Cetirizin um 58 Prozent höher.

 

Homöopathie kann (zusätzlich) Abhilfe schaffen

Die Behandlung mit Homöopathie in einer akuten Phase von Heuschnupfen ist einfach, solange das eingesetzte Mittel der symptombasierten Indikation entspricht.

Allium cepa ist ein Mittel, das aus roten Zwiebeln gewonnen wird. Es behandelt die Symptome der tränenden Augen und laufenden Nase. Wenn der Schwerpunkt der Symptome auf die Augen gerichtet, wird häufig Euphrasia eingesetzt. dabei wirkt es insbesondere brennende und juckende Augen entgegen und schafft Linderung bei starker Lichtempfindlichkeit.

 

Das können Sie selbst tun

Es gibt verschiedene Hausmittel und Selbsthilfemaßnahmen, die Ihnen bei den typischen Heuschnupfensymptomen helfen beziehungsweise vorbeugend wirken können.

Trinken Sie zum Beispiel viel Wasser, um die Schleimhäute feucht zu halten und das Ausscheiden der Allergene zu fördern. Eine spezielle Allergie-Bettwäsche und regelmäßiges Haarewaschen trägt außerdem zu einer Minderung des Pollenkontakts bei. Hinsichtlich der Ernährung sollten Sie sich an Zwiebel und Knoblauch halten: Sie enthalten natürliche Verbindungen, die die Entzündung von Heuschnupfen lindern. Eventuell macht auch ein Staubsauger mit integriertem Allergiefilter Sinn. Im Gegensatz zu regulären Geräten sorgen die darin verbauten HEPA-Filter dafür, dass die Abluft deutlich weniger mit Pollen und Hausstaub belastet ist.

I.
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