Piercings sind neben Tattoos als modischer Körperschmuck sehr beliebt. Die gesellschaftlich begründeten Skrupel des vergangenen Jahrhunderts werden längst nicht mehr geteilt und selbst auf dem Arbeitsmarkt findet immer mehr Körperschmuck seine Daseinsberechtigung. Körperschmuck an und in der Haut möchte in aller Regel gesehen werden. Daher verwundert es nicht, dass besonders viele Piercings im Gesicht gestochen werden. Es gibt aber auch intimere Körperregionen, die regelmäßig gepierct werden.

Nicht überall eignet sich der Körperschmuck

Dennoch gibt es am Körper Stellen, die nach Möglichkeit nicht gepierct werden sollten. Dies hat vor allem gesundheitliche Gründe, gibt es doch eine Menge Nervenbahnen entlang unseres Körpers bis hin zur Hautoberfläche. Da ein Piercing nicht oberflächlich angebracht wird wie etwa ein Ohrstecker, sondern in die tieferen Hautschichten eingestochen werden muss, liegt es auf der Hand, dass sich nicht jeder Stelle dafür gleichermaßen eignet.

 

Woran man einen guten Piercer erkennt

Das Problem beim Piercen: es erfordert einiges Fachwissen rund um den menschlichen Körper und die Hygiene beim Setzen und bei der Pflege des Piercings. Eine Ausbildung oder Ähnliches zum Piercer gibt es allerdings nicht. Wenn also theoretisch jeder piercen kann, der eine entsprechende Maschine erworben hat, geschehen auch Fehler. Kunden wägen sich oft in einer falschen Sicherheit. Generell sollte man daher als Kunde zuvor viele Fragen stellen. Ein guter Piercer kann sie beantworten und rät auch von komplizierten Körperstellen ab. Lassen Sie sich deshalb ausschließlich in einem sauberen Piercingstudio piercen, und seien Sie auch bereit, für Qualität zu zahlen. Schließlich geht es um Ihren Körper!

 

Die klassischen Piercings

Im Gesicht sind vor allem Nasenflügel, Nasenscheidewand und Augenbrauen beliebte Stellen für Piercings. Aber auch am Ohr finden viele Menschen den Körperschmuck schön. Diese Körperpartien sind relativ unkompliziert zu stechen. Auch am Lippenbändchen und im männlichen wie weiblichen Schambereich sowie an den Brustwarzen verheilen gepiercte Stellen meist sehr gut und schnell. Wichtig ist hier umso mehr eine konsequente Hygiene, da diese Stellen schnell schwitzen können oder im Fall des Lippenbändchenpiercings die Zähne und das Zahnfleisch beschädigen können. Da dauert der Heilungsprozess am Bauchnabel und er Zunge deutlich länger. So schön es auf einem flachen Bauch aussehen mag, ein Bauchnabelpiercing kann drei bis sechs Monate benötigen, bis es vollständig verheilt ist.

 

Welche Stellen möglichst nicht gepierct werden sollten

Ungünstig wird es da schon eher bei knorpeligen Stellen, wie sich unter anderem auch am Ohr finden lassen. Seriöse Piercer raten den Kunden dann von einem Piercing ab, da die Wunden nicht nur schmerzhafter sind, sondern in der Regel auch schlechter verheilen.

 

Lassen Sie daher lieber von Körperschmuck an folgenden Stellen ab:

Die obere und untere Wirbelsäule ist von starken Nervenbahnen durchzogen. Werden diese beim Stechen verletzt, ist dies für Sie nicht nur kurzzeitig schmerzhaft. Sie können anhaltende Schäden davontragen, die aufgrund der enormen Schmerzen auch ihre Beweglichkeit dauerhaft beeinflussen können, da Sie in eine Schonhaltung gezwungen werden. Auch an Armen und Beinen, sowie Händen und Füßen finden sich enorm viele Nervenstränge. Beschränken Sie sich deshalb lieber auf die oben genannten unkomplizierten Bereiche an Kopf und Rumpf.

 

Der Kunde ist König

Letztlich entscheiden Sie als Kunde, was Sie wollen und von wem Sie es sich stechen lassen. Wichtig ist, dass Sie die Volljährigkeit erreicht und sich gut über ihr Wunschpiercing informiert haben. Überlegen Sie sich Ihre Entscheidung im Vorfeld gründlich. Sie haben am Ende nichts von einer undurchdachten Spontanaktion, wenn Sie diese alsbald wieder bereuen.

Auf seiner Seite zum Thema Ohrpiercings auf flesh-tunnel-shop.de  gibt der Autor Andreas Preisler auch Umfangreiche Hintergrundinfos zu Heilung und Pflege bei allen Arten von Piercings am Ohr.

 

S.