„Frau Prof. Holle ist schon jetzt aus dem Team des Departments für Pflegewissenschaften nicht mehr wegzudenken“, betonte Dekan Prof. Dr. Markus Zimmermann, Dekan des Departments für Pflegewissenschaft, und fügte hinzu: „Wir freuen uns über die forschungsaktive Kollegin, die sich zudem in ihrer Tätigkeit als Leitlinienbeauftragte der Deutschen Gesellschaft für Pflegewissenschaft für den Ausbau der Leitlinienarbeit in der Pflegewissenschaft engagiert und so direkten Einfluss auf eine wissenschaftsbasierte Pflegepraxis nimmt.“

Bereits in ihrer Dissertation entwickelte und evaluierte sie gemeinsam mit Kolleginnen des Departments für Pflegewissenschaft an der Universität Witten/Herdecke ein Konzept zur praktischen Umsetzung einer ‚Verstehenden Diagnostik‘ im Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz in der stationären Altenhilfe. Sie vertiefte diese Thematik während ihrer späteren Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) am Standort Witten, wo sie in den Jahren 2010 bis 2019 tätig war. Dort war sie in der Arbeitsgruppe ‚Versorgungsinterventionen‘ maßgeblich an der Konzeption, Koordination und Durchführung unterschiedlicher Forschungsprojekte beteiligt, deren gemeinsames Ziel es war, Handlungsoptionen für einen ‚Verstehenden Zugang‘ zu den oftmals unverstandenen Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz zu entwickeln.

In der Lehre sieht sie ihren Schwerpunkt in der Vermittlung von Kompetenzen zum wissenschaftlichen Arbeiten und der kritischen Reflexion und Anwendung von Forschungsmethoden. Ausgehend von ihren Erfahrungen in der Interventionsforschung ist ihr ein besonderes Anliegen, den Studierenden die Bedeutung der Methodenvielfalt für die Entwicklung von praxisorientierten und evidenzbasierten pflegerischen Interventionen zu vermitteln.

„Gerade die Studienangebote der hsg Bochum ermöglichen es, Studierende bereits früh mit pflegewissenschaftlichen Grundlagen vertraut zu machen, und für eine evidenzbasierte pflegerische Tätigkeit vorzubereiten“, so Holle. Insbesondere im Bereich der Langzeitpflege von älteren Menschen gebe es großes Potenzial, „die Versorgung basierend auf methodisch hochwertig durchgeführten Studien“ weiterzuentwickeln. Hierzu möchte Daniela Holle einen Beitrag zu leisten.

Daniela Holle hat sich das Ziel gesetzt, ihre bestehenden Forschungsaktivitäten fortzuführen und die Studierenden dafür zu begeistern, den Blick ins Ausland zu wagen und sich mit den dortigen Entwicklungen und Aufgaben der Pflege und Pflegewissenschaft zu beschäftigen. Holle: „Ich selbst habe schon früh in meinem Studium die Möglichkeit zu Auslandpraktika in Nicaragua und Schweden erhalten, die mich beruflich wie persönlich sehr geprägt haben. Nicht zuletzt auch durch meine Teilnahme am Europäischen Doktorandenprogramm der European Academy of Nursing Science (EANS) ist mir die Bedeutung der Internationalisierung für eine Weiterentwicklung der Professionalisierung und Akademisierung der Pflege sehr bewusst geworden.“

Prof. Dr. Daniela Holle lebt in Dortmund und ist verheiratet. Ihre Freizeit verbringt sie gerne mit Wandern und Reisen.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Kontakt: Prof. Dr. Daniela Holle, Tel.: +49(0)234 77727-649, E-Mail: daniela.holle(at)hs-gesundheit.de

idw 2019/06