Am Vormittag vermitteln ausgewiesene Experten ihr Fachwissen in Fachvorträgen. Nachmittags gibt es eine Auswahl verschiedener Workshops, womit ein reger interdisziplinärer Austausch nicht nur in den Pausen möglich sein wird. Es finden zwei jeweils 90-minütige Workshop-Runden statt, sodass insgesamt zwei aus den fünf Angeboten gewählt werden können. In den Vorträgen wird es auch um Spielersperren und die Frage gehen, inwieweit sie dem Spielerschutz dienen. Konrad Landgraf, Geschäftsführer der LSG: „Spielersperren sind ein enorm wichtiges Thema. Die LSG bekommt sehr häufig Anfragen von Spielenden, die sich in Spielhallen sperren lassen möchten. Leider müssen wir ihnen mitteilen, dass es weder ein bayern- noch ein bundesweites Sperrsystem für Spielhallen gibt.“ Ferner werden aktuelle Trends und Implikationen für den Jugendschutz diskutiert sowie sozial-psychiatrische Perspektiven in Beratung und Behandlung beleuchtet.

Im Rahmen der Workshops kann das eigene Know-how über sozialpsychiatrische Perspektiven vertieft werden. Alternativ können die Teilnehmenden Kenntnisse über systemische Ansätze bei der Behandlung von Glücksspielsucht erwerben oder sich mit der eigenen Selbstfürsorge in belastenden Therapiesituationen auseinandersetzen. Einen Einblick in das Thema Migration und Gender in der Beratung pathologisch glücksspielender Menschen bietet ein weiterer Workshop. Zur Auswahl steht ferner der Besuch eines Workshops, der zusätzliches Wissen über die bewährte Methode des Motivational Interviewing vermitteln wird. Zum Programm geht es hier.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, uns am Fachkongress zu besuchen und Interviews mit den anwesenden Expertinnen und Experten zu führen.

Wann: 27. Juni 2019, 9 Uhr – 17:30 Uhr
Wo: Novotel München City, Hochstraße 11, 81669 München

Die Landesstelle Glücksspielsucht koordiniert bayernweit Prävention, Forschung, Beratung und Hilfe rund um das Thema pathologisches Glücksspielen. Sie besteht seit Juni 2008 und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege finanziert. Kooperationspartner sind die Bayerische Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen BAS Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), der Betreiberverein der Freien Wohlfahrtspflege Landesarbeitsgemeinschaft Bayern für die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern e.V. und das IFT Institut für Therapieforschung München. Die LSG arbeitet fachlich unabhängig und ist nicht weisungsgebunden.

Pressekontakt und Akkreditierung:
Thomas Baur: thomas.baur@lsgbayern.de oder 089 55 273 59 13

Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern | Edelsbergstraße 10 | 80686 München

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Konrad Landgraf
Geschäftsführer der Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern
info@lsgbayern.de

idw 2019/06