Rund 30 Prozent der Deutschen leiden an Allergien. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie des Robert-Koch-Instituts. Mittlerweile kann der Prozentsatz sogar noch höher sein. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass Menschen in hochindustrialisierten Ländern mit deutlich mehr potenziell allergieauslösenden Substanzen in Berührung kommen. Nur ein Beispiel hierfür ist die Lebensmittelindustrie: Die zahlreichen in bearbeiteten Lebensmitteln enthaltenen Zusatzstoffe können den Organismus überlasten. Am häufigsten leiden Allergiker hierzulande unter Heuschnupfen, gefolgt von Lebensmittelallergien und Allergien auf Insektengifte.

Prävention hat sich in diesem Zusammenhang als die beste Therapie erwiesen. Zum Vorbeugen der Symptome gibt es unterschiedliche Hilfsmittel. Eines davon sind Luftwäscher, ihr Einsatz ist vor allem bei Heuschnupfen sowie einer Hausstaub- oder Tierhaarallergie sinnvoll. Doch lohnt sich die Anschaffung? Und wie funktioniert ein solches Gerät überhaupt? Wir klären auf.

Was passiert bei einer Allergie im Körper?

Grundsätzlich reagiert bei einer Allergie das Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe. Registriert es vermeintlich schädliche Partikel wie Tierhaare oder Pollen, produziert der Körper Stoffe zu ihrer Abwehr, wobei vor allem Histamin eine Rolle spielt. Daraus resultieren Symptome wie juckende Augen, eine geschwollene Zunge oder Hautreizungen. Allerdings gibt es ganz unterschiedliche Allergieauslöser und Symptome. Die Diagnose erfolgt für gewöhnlich mittels eines Prick-Tests.

Woraus besteht Luft?

Die Atemluft besteht hauptsächlich aus Stickstoff, Sauerstoff und einer geringen Menge Kohlenstoffdioxid. In der Luft sind aber auch winzig kleine Partikel und Schadstoffe enthalten, zum Beispiel Feinstaub und Stickstoffoxid. Bei Feinstaub handelt es sich um Kleinstpartikel, die von Ruß, Plastik oder Abfall stammen können. Das beständige Einatmen solcher Partikel führt langfristig zu gesundheitlichen Schäden. Diesem Risiko sind vor allem Menschen in Großstädten ausgesetzt.

Auch viele Allergene befinden sich in der Luft, wie etwa Pollen, Staub und Tierhaare. Einige von ihnen – zum Beispiel Polen – gelangen durch Fenster und Türen in Gebäude, andere – etwa Hausstaub – entstehen in den Innenräumen.

Wie funktioniert ein Luftwäscher?

Für Allergiker ist es wichtig, eine allergenfreie Zone zu schaffen, in der sich das Immunsystem beruhigen kann. Dabei handelt es sich meist um die Wohnräume, aber auch auf der Arbeit kann das sinnvoll sein. Pollen, Staub, Mikropartikel und andere Allergene lassen sich am wirkungsvollsten mit einem Luftwäscher aus der Luft filtern. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus Luftreiniger und -befeuchter, die beispielsweise die Firma Venta anbietet. Solche Geräte reinigen nicht nur die Luft, sondern sie verbessern mittels Befeuchtung auch das Raumklima.

Luftwäscher funktionieren nach dem folgenden Prinzip: Die Luft wird angezogen und durch das Filtersystem geleitet, anschließend wird die gefilterte Luft wieder in den Raum zurückgeführt. Manche Geräte funktionieren mit einem Wasserfilter; sie sind dementsprechend mit einem Wassertank ausgestattet. Das ist sehr effizient, denn Wasser bindet einerseits Schadstoffe, andererseits wird die Luft automatisch befeuchtet. Die Rückstände im Filter lassen sich leicht entfernen.

Auch der Grad der Luftfeuchtigkeit lässt sich individuell anpassen. Bei Erstbenutzung kann es einige Tage dauern, bis sich der Effekt bemerkbar macht. Langfristig kann der Einsatz eines Luftwäschers aber Allergiesymptome lindern und wieder unbeschwertes Atmen ermöglichen.

P.