Genauso wie während der Teenagerzeit erfolgt bei Frauen rund um das 50. Lebensjahr eine große Hormonumstellung. Dann nämlich setzen die Wechseljahre ein, die Mediziner auch als Klimakterium oder Menopause bezeichnen. Während dieser Zeit treten einige signifikante körperliche Veränderungen auf, die das Leben so mancher Frau massiv beeinflussen. Rund ein Drittel aller Frauen klagen über unangenehme Beschwerden, die allesamt mit den Umbauarbeiten im Organismus zu tun haben.

Die Stufen der Wechseljahre

Schon um den 40. Geburtstag herum setzt bei den meisten Frauen die Prämenopause ein. Dann verlangsamt sich die Arbeit der Eierstöcke und die Hormonproduktion reduziert sich. Wenn die Eierstöcke schon vor dem 40. Lebensjahr die Produktion einstellen, sprechen Ärzte vom Phänomen der vorzeitigen Wechseljahre oder des Klimakterium praecox. Anzeichen für dieses erste Stadium der Wechseljahre sind:

  • Vermehrte prämenstruelle Probleme wie Spannen in der Brust, Kopfschmerzen und eine generell erhöhte Reizbarkeit
  • Unregelmäßige Monatsblutungen
  • Starke oder länger andauernde Blutungen
  • Wassereinlagerungen

In dem Alter denken viele Frauen noch nicht an die Wechseljahre. Sie schieben die Unpässlichkeiten oder Stimmungsschwankungen oft auf Stress und die Mehrfachbelastung von Beruf, Haushalt und Familie. Die nächste Phase wird als Perimenopause bezeichnet und setzt ungefähr mit 47 Jahren ein. Ungefähr vier Jahre dauert es von diesem Zeitpunkt bis zur letzten Menstruation. In diesem Stadium reifen keine befruchtungsfähigen Eizellen mehr in den Eierstöcken heran und es kommt seltener zu Eisprüngen. Außerdem wird die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron gedrosselt, was zu unangenehmen Begleiterscheinungen führen kann. Die Postmenopause setzt rund ein Jahr nach der letzten Regelblutung ein. Dann wird die Hormonproduktion weiter heruntergefahren. Die Umbauarbeiten im Körper werden bei einigen Frauen von verschiedenen Symptomen begleitet.

Typisches Symptom: Die Hitzewallungen

Mit den Wechseljahren treten bei vielen Frauen unangenehme Hitzewallungen auf. Sie zählen zu den fünf Beschwerden, die am häufigsten während der Phase der Hormonumstellung vorkommen. Bis zu 90 Prozent aller Frauen klagen darüber. Bis zu 20 Mal pro Tag geraten Betroffene ins Schwitzen. Bei vielen kündigen sich die Hitzeschübe mit einem Druckgefühl im Kopf oder einem generellen Unwohlsein an. Bis heute sind die Ursachen noch nicht vollständig geklärt. Man nimmt aber an, dass die erhöhte Ausschüttung an Adrenalin damit zu tun hat, die wiederum an das Absinken des Östrogenspiegels gebunden ist. Dieses Zusammenspiel löst unter Umständen eine Fehlsteuerung im Gehirn aus: Es empfängt Signale wonach die Körpertemperatur fälschlicherweise als zu hoch eingeschätzt wird und beginnt mit einer an sich völlig natürlichen Reaktion: Dem Schwitzen. Mit Mitteln gegen Wechseljahr-Hitzewallungen gehen Frauen gezielt gegen diese unangenehme Begleiterscheinung des Klimakteriums vor. Bewährt haben sich pflanzliche Präparate, die Traubensilberkerze, Salbei, Frauenmantel und Scharfgarbe enthalten. Auch äußerliche Anwendungen wie Moorbäder oder Kneipp-Duschen können das Symptom lindern. Sollten Hitzewallungen das Leben massiv beeinträchtigen, erfolgt in Absprache mit dem Gynäkologen eine Hormonersatztherapie.

Weitere Begleiterscheinungen der Wechseljahre

Hitzewallungen sind jedoch nicht das einzige Problem, mit dem Frauen in den Wechseljahren zu kämpfen haben. Außerdem leiden sie vermehrt an Schlafstörungen. Diese hängen wiederum mit den Hitzewallungen zusammen: Wer nachts schweißgebadet erwacht, kann schwer wieder einschlafen. Oft schlagen die Durschlafstörungen aufs Gemüt: Die Betroffenen fühlen sich permanent müde und ausgelaugt. Darüber hinaus trägt auch der Östrogenmangel dazu bei, dass sich das psychische Wohlbefinden verändert. Wie in der Pubertät kommt es auch während der Wechseljahre häufig zu Stimmungsschwankungen, allgemeiner Gereiztheit und manchmal sogar zu depressiven Verstimmungen. Auch dagegen helfen pflanzliche Mittel. In der Anfangstherapie von Depressionen hat sich Johanniskraut bewährt. Das natürliche Heilmittel gibt es als Kapseln oder in Teeform. Gegen Ein- und Durchschlafstörungen haben sich Kombinationspräparate mit Baldrian, Melisse und Hopfen bewährt. Außerdem lohnt es sich, Lavendel einzusetzen. Im Handel gibt es kleine Stoffkissen mit getrockneten Lavendelblüten, die beruhigenden Duft verbreiten. Doch wenn die Hausmittel nicht helfen, sollte man sich nicht scheuen, ärztliche Hilfe einzuholen. Bei massiven Depressionen sollte man außerdem an eine psychotherapeutische Unterstützung denken. Nicht selten kommt es um den 50. Geburtstag zu einer Sinnkrise. Diese kann man gemeinsam mit einem kompetenten Therapeuten aufarbeiten. Alles in allem sind die Wechseljahre für viele Frauen eine herausfordernde Zeit. Die Kinder sind aus dem Haus, dazu kommen die gesundheitlichen Probleme.

Fazit

In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel und der Körper stellt sich auf eine Zeit ein, wo es zu keinem Eisprung und somit zu keiner Menstruation mehr kommt. Doch bis es soweit ist, vergehen Jahre. Meistens machen sich die ersten Anzeichen der Wechseljahre bereits um den 40. Geburtstag bemerkbar. Mache Frauen bemerken eine Veränderung der Regelblutung und leiden in den Tagen vor dem Einsetzen der Menstruation an Schmerzen und unangenehmem Spannen in der Brust. Später wird die Regelblutung seltener, dafür stellen sich die unangenehmen Hitzewallungen ein. Auch mit Schlafstörungen und Depressionen haben viele Frauen im Klimakterium zu kämpfen. Hilfe gibt es in Form von pflanzlichen Präparaten auf wellvita.com, die auf sanfte Weise bei Hitzewallungen helfen oder das Durchschlafen erleichtern. Beim Auftreten der ersten Symptome sucht man besser den Arzt seines Vertrauens auf. Der Gynäkologe hilft auf dem oft mühevollen Weg durch die Wechseljahre.

CB