(Braunschweig – 28. Mai 2019): Seit April 2019 ist die 38-jährige Mikrobiologin Dr. Yvonne Mast Leiterin der Abteilung Bioressourcen für Bioökonomie und Gesundheitsforschung des Leibniz-Instituts DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig. Zudem berief die TU Braunschweig die Wissenschaftlerin zur Professorin für Angewandte Mikrobiologie. Prof. Dr. Yvonne Mast ist verheiratet und Mutter zweier Kinder (6 und 8 Jahre alt). Sie lebt mit ihrer Familie seit einigen Wochen in Wolfenbüttel unweit des Science Campus Braunschweig-Süd. Der Schwerpunkt ihrer künftigen Forschungsarbeit an der DSMZ ist das Genome Mining, um das Naturstoff-Biosynthesepotential von Actinomyceten nutzbar zu machen.
Die 38-Jährige studierte, promovierte und habilitierte an der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Professorin Mast ist als Gutachterin für international renommierte Fachzeitschriften wie Metabolic Engineering, Antimicrobial Agents and Chemotherapy oder Frontiers in Microbiology tätig. Ihr Publikationsverzeichnis umfasst 25 Artikel in angesehenen Journals wie Nature Chemical Biology, Nucleic Acids Research oder Microbiology. Zur von Professorin Mast geleiteten Abteilung gehören die Kuratorien Actinomycetales, Gesundheitsrelevante Pilze, Pilze und Pilzsystematik, Klinische Phagen und -Regulation, Phagen-Genomik und -Anwendung sowie Pathogene Bakterien mit rund 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die 1969 gegründete gemeinnützige DSMZ, die ihren Sitz in Braunschweig hat, entwickelte sich über die Jahre zur umfangreichsten Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen weltweit. Sie wird vom Bund und vom Land Niedersachsen finanziert. Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ ist seit fast zehn Jahren der international renommierte Mikrobiologe Professor Dr. Jörg Overmann.

DSMZ-Pressekontakt:
Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikro-organismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
sven.david.mueller@dsmz.de

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 69.701 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.000 Personen, darunter 10.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

idw 2019/05