Materialentwicklung meets Stammzellprozesstechnik

Materialentwicklung meets Stammzellprozesstechnik

Stammzellprozesstechnik. Innovative Forschungsansätze in der Medizin und Arzneimittelentwicklung setzen verstärkt auf die Nutzung von Stammzellen. Verbesserte Krankheitsmodelle und neue Therapieansätze benötigen Zellen in hoher Zahl und Qualität. Für die Herstellung und Konfektionierung qualitativ hochwertiger Stammzellen und davon abgeleiteter Zellen fehlen universell einsetzbare, hoch-skalierte und validierte Bioprozesstechniken. Auch fehlen spezifisch angepasste Materialien als bioaktive Oberflächen oder Gerüststrukturen für die 2D- und 3D-Kultivierung sowie automatisierte Techniken für Hochdurchsatz-Untersuchungen von Zellen.

Stammzellprozesstechnik

Das Ende 2017 gestartete Fraunhofer-Projektzentrum Stammzellprozesstechnik Würzburg der Fraunhofer-Institute für Silicatforschung ISC und für Biomedizinische Technik IBMT will durch neue automatisierte Zellproduktionsabläufe und innovative Materialien den Prozess beschleunigen. Das Projektzentrum führt die Kompetenz in der Etablierung biomedizinischer Workflows im Bereich induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS), z. B. Stammzelltechnologien, Automatisierung zellulärer Workflows, wie Expansion, Differenzierung und Screening, neue Read-Out-Methoden, Kryokonservierung und Biobanking, des Fraunhofer IBMT und die materialwissenschaftliche Kompetenz, wie z. B. bioaktive Materialien und Oberflächenfunktionalisierungen, des Fraunhofer ISC zusammen.

Auf den diesjährigen Deutschen Biotechnologietagen präsentiert das Projektzentrum gemeinsam mit dem Fraunhofer-Translationszentrum für Regenerative Therapien des Fraunhofer ISC die neuesten Entwicklungen. Das Projektzentrum stellt dabei seine zukunftsweisenden Automatisierungslösungen für Stammzellprozesse unter Einsatz neuartiger Materialien vor – mit dem Ziel, mittels der Materialeigenschaften die Expansion und/oder Differenzierung humaner Stammzellen (mit Fokus auf humanen induzierten pluripotenten Stammzellen, hiPSCs) positiv zu beeinflussen. Die derart generierten Zellen bilden die Grundlage für die Entwicklung neuer Gewebemodelle, die das Translationszentrum für Regenerative Therapien vorstellt. Beide Einrichtungen präsentieren gemeinsam die für diese Arbeitsabläufe notwendigen Bioreaktoren und Inkubatoren.

Besuchen Sie uns auf den Deutschen Biotechnologietagen 2019 in Würzburg, 09.-10. April 2019, an Stand 29.

Ansprechpartner:
Dr. Julia Neubauer
julia.neubauer@ibmt.fraunhofer.de, 0931 4100 360

PD Dr. Marco Metzger
marco.metzger@isc.fraunhofer.de, 0931 31 86686

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Julia Neubauer (Fraunhofer IBMT)
julia.neubauer@ibmt.fraunhofer.de, 0931 4100 360

PD Dr. Marco Metzger (Fraunhofer ISC)
marco.metzger@isc.fraunhofer.de, 0931 31 86686

idw 2019/03