„Arbeitskreis Patientenorganisationen“ in der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V gegründet.

„Arbeitskreis Patientenorganisationen“ in der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V gegründet.

Betroffene bzw. Interessierte finden über die oben genannten Homepages umfassende Informationen, die genannten Selbsthifeverbände bieten zudem über ihre Homepage recherchierbare Beratungshotlines sowie bundesweit Kontakte zu dutzenden regionalen Selbsthilfegruppen.

Anlässlich der ersten Sitzung des neuen Arbeitskreises der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. verdeutlichten die Patientenorganisationen ihren Wunsch nach einer starken gemeinsamen öffentlichen Wirkung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. und einem koordiniertem Vorgehen, etwa anlässlich des jährlichen Aktionstags gegen den Schmerz (am 4. Juni 2019; immer am ersten Juni-Dienstag eines Jahres), der Erarbeitung gemeinsamer Materialien der Patienteninformation aber auch bei der fachlichen Bearbeitung bzw. fachinhaltichen Agenda beispielsweise beim Thema Langzeitverordnungen von Heilmitteln (Physiotherapie), Fragestellung der Feststellung/Begutachtung des Grads der Schwerbehinderung, Aspekten guter Patientenschulungen beim DMP-Rückenschmerz oder aber der Stärkung der Strukturen der Patientenvertretung beim Gemeinsamem Bundesausschuss (G-BA) sowie einer bedarfsgerechten schmerzbezogenen Patientenberatung und Unterstützungs-/Selbstfhilfeinfrastruktur.

„Wir werden diese Anliegen der Patientinnen und Patienten direkt in die Gremien des Gesundheitswesens gemeinsam mit den Patientenorganisationen zurückspiegeln, aber auch in die Kommissionen, Arbeitskreise, Beiräte oder aber Leitliniengruppen unserer medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaft einbringen und gemeinsam mit den dortigen Expertinnen und Experten im Detail beraten“, so Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V..

Bereits Anfang des Jahres hatte die neue Schmerzpräsidentin Frau Prof. Dr. Sommer die Bedeutung des Themas Patientenorientierung für die Deutsche Schmerzgesellschaft e.V. betont. Als größte medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft zum Thema Schmerz in Europa ist dies ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt der Deutsche Schmerzgesellschaft e.V für die nächsten Jahre, in Ergänzung der laufenden wissenschaftlichen Arbeit oder aber Fortentwicklung der Strukturen des Deutschen Gesundheitswesens, beispielsweise durch aktuelle Innovationsfondsprojekte wie PAIN2020 (vgl. www.pain2020.de).

Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist mit rund 3.500 persönlichen Mitgliedern die größte wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaft im Bereich Schmerz in Europa. Die Deutsche Schmerzgesellschaft e. V. ist Mitglied der IASP (International Association for the Study of Pain) sowie der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften). Sie ist zudem die interdisziplinäre Schmerzdachgesellschaft von derzeit 19 mitgliederstarken weiteren medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften im Bereich Schmerz.

Diese Perspektive wird zudem erweitert durch die institutionellen korrespondierenden Mitgliedschaften folgender Vereinigungen: SchmerzLOS e. V. Vereinigung aktiver Schmerzpatienten, MigräneLiga e. V. Deutschland, Milton H. Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose (M.E.G.), Arbeitsgemeinschaft nicht operativer orthopädischer manual medizinischer Akutkliniken e. V. (ANOA), Interdisziplinäre Gesellschaft für Psychosomatische Schmerztherapie e. V. (IGPS), CRPS Netzwerk – Gemeinsam stark CRPS Bundesverband Deutschland e. V., RLS e. V. Deutsche Restless Legs Vereinigung, ICA Deutschland e. V. Förderverein Interstitielle Cystitis in der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.

Die Mitgliedschaft der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V. ist interdisziplinär und interprofessionell und besteht aus Schmerzexperten aus Praxis, Klinik, Psychologen, Pflege, Physiotherapie u. a. sowie wissenschaftlich ausgewiesenen Schmerzforschern aus Forschung, Hochschule und Lehre.

Etwa 23 Mio. Deutsche (28 %) berichten über chronische Schmerzen, 95 % davon über chronische Schmerzen, die nicht durch Tumorerkrankungen bedingt sind. Legt man die „Messlatte“ der Beeinträchtigung durch die Schmerzen zugrunde, so erfüllen 6 Mio. Deutsche die Kriterien eines chronischen, nicht tumorbedingten, beeinträchtigenden Schmerzes. Die Zahl chronischer, nicht tumorbedingter Schmerzen mit starker Beeinträchtigung und assoziierten psychischen Beeinträchtigungen (Schmerzkrankheit) liegt bei 2,2 Mio. Deutschen.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Ansprechpartner für die Medien/Presse:
Thomas Isenberg, Geschäftsführer der Deutschen Schmerzgesellschaft e. V.
Bundesgeschäftsstelle, Alt-Moabit 101b, 10559 Berlin
presse@dgss.org , www.dgss.org sowie Tel.: 030-39409689-0, Handy: 0171-7831155, Fax: 030-39409689-9

idw 2019/03