INP intensiviert Forschung in bedeutenden Zukunftsfeldern

INP intensiviert Forschung in bedeutenden Zukunftsfeldern

Zusammen mit Bündnispartnern aus der ganzen Region hat sich das INP erfolgreich für die Praxisphase von „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ beworben und kann in den kommenden fünf Jahren die Innovationskonzepte „CAMPFIRE – Wind und Wasser zu Ammoniak“ (unter der Leitung des INP) sowie „Physics for Food – Eine Region denkt um!“ (unter der Leitung der Hochschule Neubrandenburg) in Kooperation mit namhaften Unternehmen sowie anderen Forschungseinrichtungen, Universitäten und Institutionen umsetzen. Die Projekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die genannten Bündnisse haben sich in einem zweistufigen Verfahren gegen zuletzt 32 Finalisten und anfangs mehr als einhundert Bewerbungen aus dem Osten Deutschlands durchgesetzt.

Der Vorstandsvorsitzende und wissenschaftliche Direktor des Instituts, Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann, hebt die Bedeutung beider Vorhaben hervor: „Am INP stehen zukunftsorientierte Themen von gesamtgesellschaftlicher, internationaler Relevanz und mit hohem wissenschaftlichen Anspruch im Mittelpunkt. Und wir orientierten uns an den Erfordernissen des Marktes. Die WIR! -Projekte bieten jetzt die Möglichkeit, einen Wandel in unserer Region mitzugestalten, indem wir innovative, technologische Lösungen für wichtige Zukunftsfelder mit den Bündnispartnern entwickeln. Das Besondere ist: Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft arbeiten gemeinsam und interdisziplinär an Ideen, die eine Bedeutung für die gesamte Region und darüber hinaus haben.“

Das Bündnis „CAMPFIRE“ – unter Leitung des INP – erforscht die dezentrale Herstellung grünen Ammoniaks aus Luft, Wasser und erneuerbaren Energien. Dieser Wertstoff, der bislang vor allem zu Dünger weiterverarbeitet wird, soll künftig auch als emissionsfreier Schiffstreibstoff genutzt werden. Ein wichtiger Baustein des geplanten neuen Herstellungsverfahrens sind keramische Dünnschichtmembranen, die eine hohe Effizienz und Lebensdauer aufweisen. Ziel der über 30 Bündnispartner in der Modellregion Nord-Ost, die sich von Rostock bis ins polnische Stettin erstreckt, ist auch eine Verflechtung der Energiebranche mit der maritimen und chemischen Industrie – daraus soll ein neuer zukunftsträchtiger Wirtschaftszweig entstehen.

Ziel des Vorhabens „Physics for Food“ – unter der Leitung der Hochschule Neubrandenburg – ist ein nachhaltiger Strukturwandel in der Projektregion Küstenhinterland Nordost durch den Einsatz innovativer physikalischer Hochtechnologien in der Land- und Ernährungswirtschaft. Auf dem Weg dorthin verfolgt das Bündnis aus 60 Partnern auch klare Innovationspotenziale. So geht es darum, chemische Wirkstoffe im Pflanzenschutz zu ersetzen, was dem Schutz der Umwelt dient. Die Bündnispartner wollen außerdem Verfahren zur Verbesserung des Pflanzenwachstums und zur Stärkung der Pflanzengesundheit entwickeln – die Agrarkulturen sollen widerstandsfähiger werden. Ebenso geht es darum, die Veredlung pflanzlicher Rohstoffe mit völlig neuen Prozessen zu optimieren. Letztlich soll ein ganzheitlicher Technologietransfer stattfinden, der einer regionalen und nachhaltigen Landwirtschaft zugute kommt.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Für weitere Informationen:

Prof. Dr. Klaus-Dieter Weltmann
Vorstandsvorsitzender und wissenschaftlicher Direktor des INP
Telefon: +49 3834 554-310
E-Mail: weltmann@inp-greifswald.de

Charlotte Giese
Stabsstelle Kommunikation / Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49 3834 554-3897
E-Mail: charlotte.giese@inp-greifswald.de

idw 2019/03