Lebensjahre. In einer immer älter werdenden Gesellschaft werden altersabhängige Erkrankungen zu einer immer größeren Herausforderung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) rückt diese Problematik in den Fokus und lädt zusammen mit dem Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität (JLU) vom 19. bis 21. März 2019 zum 56. DGE-Kongress nach Gießen ein.

Lebensjahre und die Ernährung im Alter

Die Ernährungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler beschäftigen sich auf der diesjährigen Tagung unter anderem mit der zentralen Frage, wie sich Alterungsprozesse positiv durch Lebensmittelinhaltsstoffe, Lebensmittel oder das Essverhalten beeinflussen lassen. Neben kardiovaskulären Erkrankungen, altersabhängiger Makuladegeneration, Diabetes mellitus Typ 2 und Osteoporose gehören auch chronische Erkrankungen der Lunge und des Gehirns, wie Demenzen oder Depressionen, zu den altersabhängigen Erkrankungen.

Drei Plenarvorträge greifen das Leitthema „Lebensjahre in Gesundheit – was leistet die Ernährung?“ auf. Prof. Dr. Stephen Cunnane, Universität Sherbrooke, Kanada, spricht über den Keton- und Hirnenergiestoffwechsel während des Alterns und Auswirkungen auf die Alzheimer-Krankheit. Prof. Dr. Vittorio Calabrese, Universität Catania, Italien, beschäftigt sich anhand der Hypothese zur „Hormesis“ mit der Frage, inwieweit geringe Dosen schädlicher oder giftiger Substanzen positive Wirkungen auf Organismen haben können. Einen kritischen Blick auf Ernährungsstrategien zur Prävention kardiovaskulärer Alterserkrankungen wirft Prof. Dr. Andreas Simm von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im dritten Plenarvortrag.

Das umfangreiche Programm mit über 190 Vorträgen und Posterpräsentationen mit aktuellen Daten aus Forschung und Wissenschaft hat die DGE mit den wissenschaftlichen Leitern, Prof. Dr. Gunter P. Eckert und Prof. Dr. Uwe Wenzel vom Institut für Ernährungswissenschaft der JLU, erarbeitet. Minisymposien zu aktuellen Themen wie Functional Food, gesundheitsförderndem Essen in Schule und Schulhort, zur Nationalen Verzehrsstudie, Social Influencer und Social Media, Ernährungskommunikation im Spannungsfeld medialer und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse, Chronobiologie und Mahlzeitenmuster ergänzen die Kongressinhalte. Neben den Fachgebieten wie Epidemiologie, Public Health, Ernährungsberatung und -bildung, Lebensmittelwissenschaft oder Ernährungsmedizin bietet der Kongress Ernährungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie dem wissenschaftlichen Nachwuchs auch die Möglichkeit zum umfassenden Austausch mit Expertinnen und Experten aus den verschiedenen Arbeitsbereichen der Gerontologie wie der Biogerontologie und der Psychogerontologie.

Termin

56. DGE-Kongress vom 19. bis 21. März 2019 (Eröffnung: 19. März 2019, 13.00 Uhr)
Veranstaltungsort: Physikalisches Institut der JLU Gießen, Hörsaalgebäude,
Heinrich-Buff-Ring 14 / Neubau Chemie, Hörsaalgebäude, Heinrich-Buff-Ring 17-19
35392 Gießen

Tagungsbüro: Foyer Physik-Hörsaalgebäude
Plenarvorträge: Physik Hörsaalgebäude, Wilhelm-Hanle-Hörsaal (WHH)

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Gunter P. Eckert
Institut für Ernährungswissenschaft der JLU
Wilhelmstraße 20
35392 Gießen
Telefon: 0641 99-39048
E-Mail: eckert@uni-giessen.de

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Antje Gahl
Silke Restemeyer
Telefon: 0228 3776-630, -640
https://www.dge.de/presse/kontakt/
E-Mail: gahl@dge.de; restemeyer@dge.de

idw 2019/03