Neuer Master für Fach- und Führungskräfte in der Gesundheitsversorgung

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Gesundheitsversorgung. Die Anforderungen an alle im Gesundheitswesen tätigen Berufsgruppen wachsen kontinuierlich. Immer wichtiger wird es für die Fach- und Führungskräfte, Kenntnisse über Arbeitsweisen anderer medizinischer Berufe zu haben, um beispielsweise die Betreuung von Patienten in Krankenhäusern oder Bewohnern in Altenheimen koordinieren oder neue Konzepte für das Gesundheitssystem entwickeln zu können. Diesem Bedarf kommt die Universität Trier nun mit einem neuen Angebot nach: Zum Wintersemester 2019/20 startet der Master-Studiengang „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“.

Gesundheitsversorgung

Der neue Studiengang richtet sich an Bachelorabsolventen (B.Sc.) der Pflege- und Gesundheitswissenschaften, des Pflege- und Gesundheitsmanagements, der Pflegepädagogik und der Pädagogik des Gesundheitswesens, Psychologie, Biomedizin, Therapiewissenschaften (Physio-, Logo-, Ergotherapie), Hebammenwissenschaft, Heilerziehungspflege und des Public Health. Das Besondere an dem neuen Master: Er kann berufsbegleitend absolviert werden. Lehrveranstaltungen finden nur montags und dienstags statt.

Damit möchte das Fach Pflegewissenschaft der Universität Trier unter anderem berufstätigen Studierenden, die eine weitere Anreise haben – beispielsweise aus Köln, Mainz oder Saarbrücken –, entgegenkommen. Denn bei dem neuen Master handelt es sich um das einzige auf interprofessionelle Gesundheitsversorgung ausgerichtete Studium in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Luxemburg. Mit dem Master schafft die Universität Trier ein erweitertes Angebot zu dem bestehenden dualen Bachelor (B.Sc.) „Klinischer Pflege“, der seit 2014 angeboten wird.

Durch die Wahl eines Schwerpunktes können sich Studierende während des Studiums spezialisieren. Der Schwerpunkt „Advanced Nursing Practice“ vertieft berufsübergreifende Themen in der Pflege. Ein Beispiel ist die Entwicklung von Konzepten in der Langzeit- und ambulanten Pflege. Der Schwerpunkt „Gesundheitsförderung: Intervention und Forschung“ fokussiert Themen aus dem Bereich der Gesundheitsprävention und -beratung und vermittelt Forschungs- und Methodenkompetenz.

Bestandteil des Master-Studiums ist darüber hinaus ein sechswöchiges Praktikum, das auch im Ausland absolviert werden kann. „Dadurch haben auch Studierende mit Berufserfahrung die Möglichkeit, noch weitere Bereiche kennenzulernen“, erklärt Studiengangkoordinatorin Iris Schneider.

Mögliche Arbeitsgebiete für Absolventen liegen in der Akut-, Langzeit- und ambulanten Versorgung, der Rehabilitation sowie bei Krankenkassen, Gesundheitsämtern, aber auch in Unternehmen, die Programme zur Gesundheitsprävention haben. „Absolventen können überall dort tätig werden, wo es Querschnittsaufgaben zu besetzen gibt. Weitere Arbeitsgebiete bieten Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstitute. Der Bedarf an interprofessionell ausgebildeten Fach- und Führungskräften wird in Zukunft noch größer werden“, sagt Margit Haas, Professorin für Pflegewissenschaft. Beispielsweise können sie die Pflege in Reha-Kliniken planen und koordinieren oder in Studien Daten zu chronischen Krankheiten erheben und auswerten.

„Kleine Gruppen und eine persönliche Betreuung ermöglichen es uns, auf unsere Studierenden eingehen zu können“, so Margit Haas. Die Professorin und das Team der Pflegewissenschaft freuen sich besonders auf die berufsübergreifenden Diskussionen aktueller Themen der Gesundheitsversorgung.

Der Master of Science „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ ist zulassungsfrei und kostenlos. Er startet jeweils zum Wintersemester. Vom 15. Mai bis 15. September 2019 kann man sich einschreiben.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Universität Trier
Pflegewissenschaft
Iris Schneider
+49 651 201-4333
pflege@uni-trier.de
www.uni-trier.de

idw 2019/02
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