Krebs- und Blutkrankheiten – was sind die zentralen Forschungsfelder der Zukunft in Deutschland?

Krebs- und Blutkrankheiten – was sind die zentralen Forschungsfelder der Zukunft in Deutschland?

Berlin, 12. Februar 2019 – Die Frühjahrstagung der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. widmet sich traditionell aktuellen gesundheitspolitischen Themen. Vom 13. bis 14. März 2019 diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Medizin, Ethik, Informatik und Politik unter der Überschrift „Forschung in der Onkologie – Roadmap 2019“ über konkrete Schritte zur langfristigen Beherrschung von Krebs- und Blutkrankheiten. Zu den onkologischen Themen gehören risikoadaptierte Prävention und Früherkennung, neue Verfahren wie Gen- und Immuntherapie sowie Nachsorge und die sozioökonomischen Folgen, in der Hämatologie die Gentherapie der Hämophilie und hereditärer Hämoglobinopathien. Der Themenkomplex „Der jüngere Krebspatient“ widmet sich zusätzlich einer besonders vulnerablen Patientengruppe. Die diesjährige Frühjahrstagung findet im Tagungs- und Kongresszentrum Reinhardtstraßenhöfe in Berlin statt.

Forschung in der Onkologie – Roadmap 2019

Krebs gehört zu den besonders gefährlichen, belastenden und gefürchteten Erkrankungen. Gesundheits- und Wissenschaftspolitik wollen sich dieser Herausforderung in den nächsten zehn Jahren aktiv stellen. Den zentralen Schwerpunkt der Frühjahrstagung bildet die Forschungs-Roadmap 2019 der DGHO: In ihr werden die wesentlichen Forschungsfragen der Hämatologie und Onkologie definiert und ein Bündel an konkreten Maßnahmen vorgeschlagen, die in den nächsten fünf bis zehn Jahren durch eine strategische Wissenschaftsförderung den Anschluss an die Weltspitze in diesen Forschungsgebieten sicherstellen sollen.

Hierzu findet am Donnerstag, den 14. März 2019, von 12:00 bis 15:00 Uhr ein Symposium statt. Die konkreten Themen sind u. a.:

• Genome Editing zur Korrektur genetischer Aberrationen
• Epigenomische Profile in der Medikamentenentdeckung
• Entwicklung von immunologischen Therapieverfahren bei soliden Tumoren
• „Big data“: Infrastruktur für die Verknüpfung biologischer und klinischer Daten zur wissensgenerierenden Versorgung
• Personalisierte Interventionen zur Verbesserung des aktiven Lebensstils
• Vermeidung und Bekämpfung von Infektionen bei abwehrgeschwächten Patienten
• Evaluation der Auswirkungen einer Tumorerkrankung auf das sozioökonomische Umfeld der betroffenen Patienten

Der jüngere Krebspatient rückt in den Fokus

Einen zweiten Schwerpunkt der diesjährigen Frühjahrstagung bilden die Früherkennung, Behandlung und Nachsorge bei jungen Erwachsenen mit Krebs. Hierzu gehören u. a. auch das Problem von Langzeitnebenwirkungen sowie die Notwendigkeit der Schaffung von neuen Strukturen für die Langzeitnachsorge.

Thematische Symposien am Mittwoch, 13. März 2019, von 10:30 bis 17:00 Uhr sind:
• Gezielte Früherkennung und risikoadaptierte Therapie
• Geheilt, aber nicht gesund: Das Problem der Langzeitnebenwirkungen
• Neue Strukturen der Nachsorge

Weitere Informationen und das vollständige Programm unter:
https://www.dgho-service.de/veranstaltungen/dgho-fruehjahrstagung-2019

Über die DGHO

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. besteht seit über 80 Jahren und hat heute mehr als 3.400 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit ihrem Engagement in der Aus-, Fort- und Weiterbildung, mit der Erstellung der Onkopedia-Leitlinien, mit der Wissensdatenbank, mit der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungsseminaren sowie mit ihrem gesundheitspolitischen Engagement fördert die Fachgesellschaft die hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten im Fachgebiet. In mehr als 30 Themen-zentrierten Arbeitskreisen engagieren sich die Mitglieder für die Weiterentwicklung der Hämatologie und der Medizinischen Onkologie.

Ausführliche Informationen unter: www.dgho.de

idw 2019/02