Der Gedanke, von Parasiten befallen zu sein, ist für die meisten Menschen sehr gruselig. Das gilt auch, wenn es die eigenen Kinder trifft. Parasiten unterschiedlicher Art können grundsätzlich fast überall im Körper vorkommen. Welche Organe betroffen sein können, durch welche Symptome sich ein Befall mit Parasiten äußert und wie man diese entfernen kann, können Sie auf parasitenfrei-online.de nachlesen. Wenn Kindern unter einem Wurmbefall leiden, ist es zwar kein schöner Anblick, die im Stuhl wuselnden weißen Würmer zu sehen, allerdings besteht in den meisten Fällen kein Grund zur Panik.

Madenwürmer sind in der Regel harmlos

Ärzte gehen davon aus, dass fast jedes Kind früher oder später unter einem Madenwurmbefall leidet. Die Eier der Maden- und Fadenwürmer befinden sich auf ungewaschenem Obst, Gemüse und Salat und können so in den Körper gelangen. Überträger sind oft auch infizierte Katzen, bei denen sich ein Wurmbefall meistens durch Durchfall äußert. Innerhalb weniger Stunden entwickeln sich aus den Wurmeiern im Darm erwachsene Würmer. Über Nacht kriechen die Weibchen aus dem After, um die Eier in der unmittelbaren Umgebung des Darmausgangs abzulegen. Das erzeugt das charakteristische Jucken. So kommt es zu einem Teufelskreis: Das Kind kratzt am Po, wodurch die Wurmeier unter den Fingernägeln hängen bleiben und es zu einer Neuinfektion kommt. Darüber hinaus bleiben die Eier, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind, an sämtlichen Gegenständen hängen, die vom Kind berührt werden. So infizieren sich dann wiederum andere Kinder. Deshalb sind gerade größere Säuglinge und Kleinkinder oft von einem Madenwurmbefall betroffen, weil sie sich alles in den Mund stecken. Wenn die Würmer schon sichtbar im Stuhl sind, so spricht das für einen recht starken Befall. Trotzdem müssen Sie nicht in Panik ausbrechen: Madenwürmer sind verhältnismäßig harmlos, weshalb ein Befall auch oftmals unentdeckt bleibt.

Bei Beschwerden müssen Würmer behandelt werden

Eine Behandlung ist in der Regel erst notwendig, wenn der Madenwurmbefall zu Beschwerden führt. Mögliche Symptome sind Juckreiz, Bauchweh, Schlafstörungen und allgemeines Unwohlsein. Dann hilft ein Besuch beim Arzt, der entsprechende Medikamente verschreiben wird. Die speziellen Wirkstoffe helfen dabei, das Problem schnell – und vor allem ohne größere Nebenwirkungen – in den Griff zu bekommen. Allerdings kann das Wurmmittel nur die erwachsenen Würmer sowie die Larven abtöten. Die Eier überleben. Aus diesem Grund sollte die Wurmkur nach zwei Wochen noch einmal wiederholt werden. Meist macht es Sinn, direkt die ganze Familie zu entwurmen, da sich in der Regel alle Familienmitglieder bei dem Kind anstecken. Um einer neuen Infektion vorbeugen, sollten Sie Obst und Gemüse sorgfältig waschen oder schälen.

So erkennen Sie einen Wurmbefall bei Ihrem Kind

Auch, wenn die Würmer nicht direkt im Stuhl zu sehen sind, ist es ganz leicht, einen Wurmbefall beim Kind festzustellen. Kleben Sie morgens, noch bevor das Kind auf Toilette war, ein Stück Tesafilm über den After. Ziehen Sie es anschließend vorsichtig ab und bringen Sie es zum Arzt. Er kann unter dem Mikroskop etwaige Wurmeier erkennen.

Bandwürmer sind äußerst gefährlich

Wenn Sie Würmer im Stuhl Ihres Kindes entdecken, sollten Sie immer eine Stuhlprobe beim Arzt abgeben – gerade, wenn Sie nicht genau wissen, um welche Art von Würmern es sich handelt. Eine Analyse im Labor gibt Aufschluss darüber, welche Parasiten sich im Körper Ihres Kindes eingenistet haben. Es sind nämlich längst nicht alle Wurmarten wirklich ungefährlich. Gerade der Bandwurm stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Er kann im menschlichen Körper eine enorme Größe einnehmen. Meist erfolgt die Übertragung durch rohes Fleisch. Auch der Marderhund ist ein Überträger des Bandwurms– genauso wie der Fuchs und der Waschbär. Zum Glück sind Infektionen mit dem Bandwurm in Deutschland aber recht selten geworden. Die Heilungschancen sind in der Regel gut, wenn die Diagnose frühzeitig gestellt wird.

I.P.