Infektionen, Sex und Gender: Wie beeinflusst das Geschlecht Infektionen und Immunsystem?

Infektionen, Sex und Gender: Wie beeinflusst das Geschlecht Infektionen und Immunsystem?

Hamburg. Frauen und Männer unterscheiden sich in vielerlei Punkten, selbst hinsichtlich des Risikos von Infektionskrankheiten, des Infektionsverlaufes und der Immunreaktionen. Der Einfluss von Geschlechtsunterschieden auf Infektionen und das Immunsystem steht im Mittelpunkt des diesjährigen vom Leibniz Center Infection (LCI) organisierten Symposiums „Sex Differences in Infection & Immunity“, zu dem internationale Forscherinnen und Forscher am 24. und 25. Januar 2019 im Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin zusammenkommen.
Das Programm des Symposiums ist vielfältig: In insgesamt drei Themensessions und zwei Keynote-Lectures werden renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das Zusammenspiel von Geschlecht, Infektionen und Immunsystem beleuchten:

Prof. Philip Goulder von der University of Oxford wird in seiner Keynote-Lecture die Bedeutung von Geschlechtsunterschieden bei der HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind beleuchten.
Prof. Sabra L. Klein von der Johns Hopkins University in Baltimore erklärt in ihrer Keynote-Lecture, wie sich Geschlechtsunterschiede auf das Immunsystem auswirken.
Ergänzt wird das Programm mit vielen weiteren Beiträgen rund um das Themengebiet: Unter anderem werden neue Erkenntnisse zum Einfluss des Geschlechts auf Infektionen mit dem Grippevirus, Hepatitis C oder Mykobakterien präsentiert, aber auch aktuelle Einsichten zur Bedeutung der Geschlechtsunterschiede bei Impfungen.

„Alljährlich ist das LCI-Symposium ein Treffpunkt für den interdisziplinären Expertenaustausch auf dem Gebiet der Infektionsforschung. 2019 beschäftigen wir uns damit, wie Geschlechtsunterschiede Infektionskrankheiten und das Immunsystem beeinflussen. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge ist für die Entwicklung neuer und individualisierter Konzepte zur Vorbeugung und Behandlung von Infektionskrankheiten hoch relevant“, erklärt Prof. Ulrich Schaible vom Forschungszentrum Borstel, aktueller Sprecher des LCI.

Gastgeber ist das Leibniz Center Infection, ein Verbund von drei norddeutschen Leibniz-Instituten zur Kompetenzbündelung auf dem Gebiet der Infektionsforschung. Mitglieder sind das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), das Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum (FZB) und das Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI).

Presse-Einladung:

Pressevertreterinnen und -vertreter sind herzlich eingeladen, an dem Symposium teilzunehmen. Es besteht die Möglichkeit für separate Fragen und Gespräche mit ausgewählten Vortragenden sowie dem derzeitigen LCI-Sprecher Prof. Ulrich Schaible.

Pressegespräche am 24. und 25. Januar 2019 nach Voranmeldung
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Straße 74
20359 Hamburg

Um eine Voranmeldung von Pressevertreterinnen und -vertretern wird zur besseren Planung bis zum 23. Januar 2019 gebeten: press@lc-infection.de, Tel.: 040/48051-108.

Über das Leibniz Center Infection:

Das Leibniz Center Infection (LCI) ist eine dynamische Allianz der Leibniz-Institute Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM), Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum (FZB) und dem Heinrich-Pette-Institut, Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie (HPI). Als Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft betreiben die Institute strategische, themenorientierte Forschung wissenschaftlicher Fragestellungen von gesellschaftlicher Relevanz. Die Allianz dient vor allem dazu, den Forschungsschwerpunkt „Global and emerging infections“ als Kernkompetenz im norddeutschen Wissenschaftsraum zu fördern. Ziel ist es, zusammen mit lokalen universitären Partnern und Großforschungseinrichtungen ein nationales Kompetenzzentrum der Infektionsforschung zu erschaffen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.lc-infection.de.

Ansprechpartner Presse:

Dr. Franziska Ahnert (Tel.: 040/480 51-108, press@lc-infection.de)

idw 2019/01