Die Kapland-Pelargonie, die auch als Pelargonium sidoides bezeichnet wird, ist eine endemische Heilpflanze aus Südafrika. Aus den Wurzeln der südafrikanischen Pelargonie wird ein pflanzliches Mittel gegen Erkältungskrankheiten hergestellt, das in Deutschland unter dem Markennamen Umckaloabo als „Wundermittel“ rezeptfrei erhältlich ist.

Symptomlinderung bei Erkältungskrankheiten

Ob das Präparat gegen Mandelentzündungen oder Bronchitis tatsächlich hilft, war lange Zeit Gegenstand von Diskussionen und wissenschaftlichen Untersuchungen. Erste Studienergebnisse lassen inzwischen den Schluss zu, dass Umckaloabo bei Erkältungen hilfreich ist, die Symptome lindern und den Krankheitsverlauf um durchschnittlich zwei Tage verkürzen kann. Die Wirksamkeit der Kapland-Pelargonie, die in Südafrika seit dem 19. Jahrhundert als Heilpflanze bekannt ist, wurde erst in diesem Jahrhundert von europäischen Wissenschaftlern entschlüsselt. Nach aktuellem Wissensstand zählen Polysterole, Cumarine und Flavonoide zu den medizinisch wirksamen Inhaltsstoffen der Pelargonien-Wurzeln. Aus den knolligen Wurzeln der Geranienart wird das Erkältungsmittel Umckaloabo, das auch als natürliches Antibiotikum bezeichnet wird, hergestellt. Aus der südafrikanischen Zulu-Sprache stammt auch der Begriff Umckaloabo, der übersetzt schwerer Husten bedeutet. Der Extrakt der Pelargonie dient als Basis zur Herstellung des Heilmittels gegen Husten und Atemwegsinfekte. Die Pflanzenextrakte der Heilpflanze wurden vorher bereits erfolgreich gegen fiebrige Durchfallerkrankungen eingesetzt. Umckaloabo wirkt antiviral, schwach antibakteriell und zytoprotektiv. Das pflanzliche Präparat erhöht die Abwehrkräfte, sodass die Vermehrung der Krankheitskeime gehemmt wird. Als pflanzliches Antibiotikum wird das Präparat zur Behandlung akuter und chronischer Atemwegsinfektionen und bei Mandelentzündungen eingesetzt. Weitere Informationen zu natürlichen Heilmitteln und Publikationen über medizinische, gesundheitliche und naturwissenschaftliche Themen werden auf www.fid-gesundheitswissen.de, dem Informationsportal Gesundheitswissen veröffentlicht. Die Wirksamkeit der Heilpflanze beruht darauf, dass eine Anheftung von Bakterien an den Schleimhautzellen erschwert wird. Diese Wirkung konnte von Medizinforschern in mehreren Zellkulturexperimenten nachgewiesen werden. Der Pflanzenextrakt fördert darüber hinaus die Schleimbildung und wirkt so gegen Virusinfekte. Ähnlich wie andere pflanzliche Arzneimittel hat Umckaloabo kaum Nebenwirkungen. In seltenen Fällen können nach der Einnahme Sodbrennen, Magenschmerzen, Zahnfleisch- und Nasenbluten oder allergische Reaktionen auftreten.

Nebenwirkungsarmes Präparat

Die Kumarine, die in den Wurzeln der Heilpflanze enthalten sind, können jedoch das Blutungsrisiko erhöhen. Deshalb wird bei Einnahme blutverdünnender Medikamente oder bei Blutungsneigung von einer Verwendung des Präparats abgeraten. Aufgrund des zwölfprozentigen Alkoholgehalts sollte Umckaloabo nicht von Kindern eingenommen werden. Über die Verwendung während Schwangerschaft und Stillzeit liegen derzeit noch keine Studienergebnisse vor. Frauen wird deshalb empfohlen, vor der Einnahme den Arzt oder Apotheker zu fragen. Die Kapland-Pelargonie geriet im Jahr 2011 vorübergehend in den Verdacht, bei hoher Dosierung oder längerfristigem Gebrauch Leberschäden zu begünstigen. Dies konnte bis jetzt allerdings nicht wissenschaftlich bewiesen werden. Von einer langfristigen Einnahme  des Arzneimittels wird jedoch abgeraten. Patienten, die an einer Leber- oder Nierenerkrankung leiden, sollten entweder auf die Verwendung von Umckaloabo verzichten oder auf unerwünschte Wirkungen wie Schmerzen im Oberbauch, Juckreiz und Hautausschlag achten. Falls diese Nebenwirkungen auftreten, muss das Präparat sofort abgesetzt und der Arzt aufgesucht werden. Nach Abklingen der akuten Beschwerden sollte das Präparat noch weitere drei bis vier Tage eingenommen werden, um einen Rückfall zu vermeiden. Gemäß der Packungsbeilage darf Umckaloabo maximal drei Wochen angewendet werden. Umckaloabo-Tropfen werden dreimal täglich mit etwas Flüssigkeit eingenommen oder dreimal am Tag eine Tablette mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt.

P.L.