Leukozytenwerte bestimmen. Als Leukozyten werden die weißen Blutkörperchen im Blut bezeichnet, die für die Immunabwehr von Krankheitserregern im Körper verantwortlich sind. Körperlich äußert sich die Abwehr in Symptomen wie Fieber oder andauernder Müdigkeit. Je höher der Wert der Leukozyten im Blut, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine zugrunde liegende Krankheit die Ursache dafür ist. Im Labor können Ärzte feststellen, welche Blutwerte sich in der Norm bewegen und wann erhöhte Werte von Leukozyten, Hämoglobin oder Thrombozyten auf Erkrankungen im Körper hinweisen.

Leukozytenwerte – Ein großes Blutbild für die korrekte Diagnose

Ein Arzt kann für eine Diagnose entweder ein kleines Blutbild oder ein großes Blutbild anfertigen. Das kleine Blutbild wird oft bei einer klassischen Routineuntersuchung erstellt, da es Hinweise auf Unregelmäßigkeiten und Infekte im Körper geben kann. Ist eine eindeutige Diagnose der Krankheit noch nicht möglich, wird ein großes Blutbild angefordert. Bei einem großen Blutbild steht die Differenzierung der einzelnen Werte im Vordergrund, weshalb es Differentialblutbild genannt wird. Das große Blutbild gibt nicht nur Auskunft über die Werte der weißen und roten Blutkörperchen, sondern auch über die verschiedenen Typen der weißen Blutkörperchen anhand ihrer Kernstruktur und Größe. Genauere Informationen rund um die Bedeutung vom Großen Blutbild bei der Diagnose bietet Dr. Harald Stephan vom Portal grossesblutbild.de. Ein großes Blutbild ordnet der Arzt an, wenn im kleinen Blutbild Unregelmäßigkeiten erkennbar sind, oder wenn er einen gezielten Verdacht auf eine Krankheit bei konkreten Beschwerden überprüfen will. Durch die differenzierte Darstellung der einzelnen Werte und den Vergleich mit Normalwerten lässt sich eine Krankheit diagnostizieren.

Der Körper bekämpft Krankheiten mit Leukozyten

Besonders interessant ist für den Mediziner beim großen Blutbild der Blick auf die Leukozytenwerte, da sie Aufschluss über zugrundeliegende Krankheiten geben können. Entgegen der Annahme vieler Patienten deuten erhöhte Werte nicht immer auf eine schwere Erkrankung hin, sondern lediglich auf die Abwehrreaktion des Körpers mit Hilfe der Immunzellen. Die genaue Funktionsweise und die Folgen erhöhter Leukozyten Werte im Blut werden von Anna Nillson erklärt von der Informationsplattform leukozyten-info.de. Reagiert das Immunsystem auf eine Erkrankung, bildet es verstärkt weiße Blutkörperchen, um Bakterien, Viren, Tumorzellen oder Giftstoffe zu bekämpfen.

Versteckte Krankheiten können die Ursache sein

Die Normalbereiche für die Leukozythen im Blut bewegen sich sowohl für Frauen im Bereich von 3800 μlbis 10500 μl als auch für Männer. Liegt der Wert außerhalb dieser Norm, wird vom Mediziner eine weitere Untersuchung angeordnet. Patienten fühlen sich oft erschöpft und schlapp. Die Ursachen für erhöhte Werte sind vielseitig und erfordern detaillierte Untersuchungen. Infektionen oder Entzündungen (z.B. des Blinddarms) im Körper sorgen oft für einen Anstieg der Leukozyten, beispielsweise aufgrund von Verbrennungen. Schwerwiegende oder potenziell gefährliche Krankheiten wie eine Lungenentzündung oder eine Blinddarmentzündung können allerdings ebenfalls Ursachen der Werte sein und müssen ausgeschlossen werden. Liegt der Wert bei über 50.000 sollte der Patient auf Krankheiten wie einen Tumor oder Leukämie untersucht werden.

Stress erhöht die Blutwerte

Nicht nur erhöhte Leukozytenwerte sind bedenklich, sondern auch erhöhte Werte von Hämoglobin oder Thrombozyten. Hämoglobin bindet Sauerstoff in der Lunge und kann durch Nervenschäden aufgrund von Diabetes erhöht sein. Unter Thrombozyten werden die Blutplättchen im Körper bezeichnet, die Blutungen stoppen. Erhöhte Werte können sowohl ein Hinweis auf Tumore mit Metastasen sein, aber auch auf Knochenmarkserkrankungen oder Stress. Werte außerhalb der Norm eines großen Blutbilds stellen immer ein Warnsignal dar und müssen von einem Arzt geprüft werden.

C.T.