Auch wenn der Tumor selbst besiegt ist, so gibt es doch eine Reihe möglicher körperlicher und psychischer Spätfolgen, auf die die CAYAs in diesem Programm vorbereitet werden. Prof. Dr. Uta Dirksen: „Sie sind jung und vital, möchten selbstständig und unabhängig werden. Wir besprechen mit ihnen Themen wie Ernährung und Bewegung, aber auch die Müdigkeits-Symptomatik oder den Wiedereinstieg in Schule oder Beruf. Außerdem können sie am Präventionsprogramm teilnehmen und werden bei Bedarf langfristig begleitet.“

Dies kommt gut an: „Wir hören immer wieder, dass die jungen Menschen durch das Programm ihre verloren geglaubten Kräfte wieder neu entdecken. Das gibt ihnen Mut und stärkt ihr Selbstbewusstsein“, so Prof. Dr. Uta Dirksen. Neben der Koordinatorin gehören zu dem CARE for CAYA-Team Ronja Beller und Dr. Miriam Götte für den Bereich Sport, Jasmin Papenberg für den Bereich Ernährung und Natalia Melhem für den Bereich Psychoonkologie.

Das Programm wird über den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit 3.1 Millionen Euro finanziert und in 14 Zentren deutschlandweit gemeinsam aufgebaut. Ziel ist, die fachübergreifende und vernetzte Versorgung und damit die Langzeitprognose von jungen Krebsüberlebenden nachhaltig zu verbessern.

Weitere Informationen: Milena Hänisch, Medizinische Fakultät, Tel. 0201/723-6274, milena.haenisch@uk-essen.de

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Uta Dirksen, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Schwerpunkt für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Tel. 0201/723 2255, uta.dirksen@uk-essen.de

idw 2018/07