In Deutschland sind zirka 350.000 Menschen von den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen. Die Zahl der Neuerkrankungen ist besonders bei jungen Menschen ansteigend. Die Erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen zum Teil erheblich, gehen mit einer veränderten Lebensführung einher und sind nicht heilbar. Damit die Anliegen der Betroffenen und das Wissen über die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit kommen, veranstalten die DCCV, Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung e. V. , und das Kompetenznetz Darmerkrankungen deswegen seit sieben Jahren den Crohn & Colitis-Tag. Bundesweit engagieren sich Selbsthilfegruppen und Ärztinnen / Ärzte aus Krankenhäusern, Haus- und Facharztpraxen in mehr als 100 Veranstaltungen, geben ihr Wissen weiter und stehen für Fragen zur Verfügung. Sie informieren mit Vorträgen, Veranstaltungen, Diskussionsrunden und Infoständen zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa und unterstützen die Ziele der Veranstalter, das Wissen um die Krankheiten zu erhöhen und der Tabuisierung durch fundierte Informationen entgegen zu wirken.

Ernährung ist der Schwerpunkt 2014
„Ernährung ist nicht die Ursache für die Erkrankung – und eine gute Ernährung kann keinen Krankheitsschub verhindern oder den Verlauf der CED aufhalten. Aber eine individuell abgestimmte Ernährung kann den Verlauf im Schub positiv unterstützen und die Heilung fördern. Sie gehört zu einem Therapiekonzept dazu und liefert einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität“, erläutert PD Dr. Carsten Büning, Chefarzt Innere Medizin, Krankenhaus Waldfriede Berlin. Er gehört zu den Experten zum Thema Ernährung beim diesjährigen Crohn & Colitis-Tag. In unterschiedlichen Beiträgen, die auf der Website zu finden sind, werden Aspekte beleuchtet, die den Zusammenhang von Morbus Crohn / Colitis ulcerosa und Ernährung darstellen.
Gudrun Biller-Nagel, Diplom Ökotrophologin am Asklepios Westklinikum Hamburg und ebenfalls Expertin zum Schwerpunktthema dieses Jahr, ergänzt: „Essen Sie, was ihnen bekommt ist eine Empfehlung, die viele Betroffene zwar hören, die aber nicht immer hilfreich ist, da man häufig nicht genau weiß, was einem bekommt und was nicht. Zumal viele Lebensmittel und Getränke während eines Krankheitsschubes anders vertragen werden, als in beschwerdefreien Zeiten, denn die Auswahl, Kombination und Zubereitung von Nahrungsmitteln hat einen Einfluss auf die Darmverträglichkeit.“

Die Beitragsreihe auf der Website http://www.crohn-colitis-tag.de/crohn-und-colitis-aktuell/schwerpunkt-ernaehrung.html wird laufend ergänzt und ausgebaut.

Live-Übertragung Arzt-Patienten-Seminar im Internet
Am 20. September wird von 9 Uhr bis 13.30 Uhr ein Arzt-Patienten-Seminar live im Internet übertragen. Jeder Interessierte kann über die Website http://www.crohn-und-colitis-tag.de/ den Vorträgen von renommierten Referentinnen und Referenten folgen. Zum Themenspektrum gehören: neue Entwicklungen in der Therapie von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), Psychosomatik und Schmerztherapie, Komplementärmedizin und mikroskopische Kolitiden.

Für Interviewwünsche stehen Ihnen Gudrun-Biller Nagel und PD Dr. Carsten Büning sowie Experten und Betroffene der DCCV und des Kompetenznetz Darmerkrankungen zur Verfügung.

Informationen zu den Veranstaltern:

DCCV, Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung, e.V.
Die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V. ist der Selbsthilfeverband für die mehr als 350.000 Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) in Deutschland. Neben der persönlichen Beratung und Unterstützung von Betroffenen und ihren Angehörigen vermittelt die DCCV Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Ärzten, Pflegepersonal, Krankenhäusern und Kurkliniken. Bei Fragen oder Problemen mit Krankenkassen, Sozial- und Versorgungsämtern, Rentenversicherungsträgern oder Arbeitgebern steht den DCCV-Mitgliedern der Arbeitskreis Sozialrecht zur Seite. Mitglieder erhalten darüber hinaus auch Rechtsschutz vor deutschen Sozialgerichten.
Im Internet: http://www.dccv.de

Kompetenznetz Darmerkrankungen e.V.
Das Kompetenznetz Darmerkrankungen ist ein Verbund von WissenschaftlerInnen, niedergelassenen ÄrztInnen, Fachkliniken, universitären Instituten und der Wirtschaft, das sich mit den beiden am häufigsten auftretenden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa beschäftigt. Gemeinsam konzentrieren sich die Mitglieder darauf, das Wissen um die Krankheiten zu erhöhen, die Wege von Forschungserkenntnissen zu den PatientInnen zu verkürzen und die Versorgung der PatientInnen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu verbessern.
Im Internet: http://www.kompetenznetz-ced.de