Ist die Haut verletzt, senden die Nervenenden eine Nachricht an das Gehirn, das dann eine Schmerzempfindung auslöst. Die Forscher des CNRS [1] Priscilla Brodin und Laurent Marsollier haben die Läsionen von Patienten mit Buruli-Ulkus, einer infektiösen Tropenkrankheit, untersucht.

In einem in der Zeitschrift Cell [2] veröffentlichten Artikel zeigten sie auf, dass diese Verletzungen, obwohl sie größer und schwerer sind, sich weniger schmerzhaft gestalten als andere, die harmloser erscheinen (z.B. Kratzer, leichte Verbrennungen). Die Forscher haben einen analgetischen (schmerzstillenden) Mechanismus entdeckt, der die Übertragung des Schmerzreizes zum Gehirn begrenzt. Die Entdeckung dieses Mechanismus könnte für die Entwicklung von neuen schmerzlindernden Molekülen wichtig sein.

[1] CNRS – französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung

[2] Studie – „Mycobacterial Toxin Induces Analgesia in Buruli Ulcer by Targeting the Angiotensin Pathways“; Estelle Marion, Ok-Ryul Song, Thierry Christophe, Jérémie Babonneau, Denis Fenistein, Joël Eyer, Frank Letournel, Daniel Henrion, Nicolas Clere, Vincent Paille, Nathalie C. Guérineau, Jean-Paul Saint André, Philipp Gersbach, Karl-Heinz Altmann, Timothy Stinear, Yannick Comoglio, Guillaume Sandoz, Laurence Preisser, Yves Delneste, Edouard Yeramian, Laurent Marsollier, Priscille Brodin ; Cell ; 19. Juni 2014. DOI: 10.1016/

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Priscille Brodin, Inserm – Tel: +333 20 87 11 84 – E-Mail: priscille.brodin@inserm.fr

Quelle: Pressemitteilung des CNRS – 19.06.2014 – http://www2.cnrs.fr/presse/communique/3629.htm

Redakteur: Clément Guyot, clement.guyot@diplomatie.gouv.fr