Preise der DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V.

DGHO Doktoranden-Förderpreis 2011
Der Doktoranden-Förderpreis geht 2011 an Jan Raphael Dörr für seine Arbeit zu „Selective Metabolic Targeting of Cellular Senescence in Cancer Therapy“. Dörr arbeitete in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Clemens Schmitt in Berlin. Seine Promotionsarbeit bietet Ansatzpunkte für die Entwicklung von sequenziellen Therapien. Das Preisgeld des Doktoranden-Förderpreises beträgt 2.500 Euro.

DGHO Forschungs- und Innovationspreis
Den mit 7.500 Euro dotierten und von Pfizer gestifteten Forschungs- und Innovationspreis teilen sich 2011 zwei Wissenschaftler. Der Preis geht an Dr. rer. nat. Dr. med. Sonja Loges aus Hamburg für ihre Arbeit „Loss or Inhibition of Stromal-Derived PlGF Prolongs Survival of Mice with Imatinib-Resistant Bcr-Abl1+ Leukemia“. Die am Klinikum Eppendorf der Universität Hamburg tätige Wissenschaftlerin beschäftigt sich in der in Basel ausgezeichneten Arbeit mit den lokalen Wachstumsbedingungen von Zellen der Chronischen Myeloischen Leukämie (CML) im Knochenmark.

Weiterer Preisträger des DGHO Forschungs- und Innovationspreises 2011 ist Dr. Olaf Merkel. Er wird ausgezeichnet für seine Arbeit „Identification of differential and functionally active miRNAs in both anaplastic lymphoma kinase (ALK)+ and ALK- anaplastic large-cell lymphoma“. Merkel leitet seit 2005 eine Forschergruppe an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität in Salzburg.

Vincenz-Czerny-Preis 2011
Der Vincenz-Czerny-Preis geht in diesem Jahr an PD Dr. Christian Reinhardt für seine Arbeit „DNA Damage activates a Spatially Distinct Late Cytoplasmic Cell Cycle Checkpoint Network Controlled by MK2-mediated RNA Stabilization“. Die Arbeit ist ein herausragendes Beispiel für die translationale Forschung. Das bessere Verständnis zellulärer Reparatur-Vorgänge nach Chemo- oder Strahlentherapie ist ein Ansatz für die Entwicklung innovativer Behandlungsstrategien bei therapieresistenten Tumoren. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Reinhardt forscht an der Medizinischen Klinik I der Uniklinik Köln und hat seit Juli 2011 eine Lichtenberg Professur der Volkswagenstiftung inne.

Artur Pappenheim Preis 2011
Der mit 7.500 Euro dotierte Artur Pappenheim Preis 2011 wird an Dr. Michael Heuser aus Hannover verliehen für seine Arbeit „Cell of Origin in AML: Susceptibility to MN1-induced transformation Is Regulated by the MEIS1/AbdB-like HOX Proteins“. Heuser erhielt von allen Gutachtern die maximale Punktzahl für eine Arbeit, die in ihrer Konsequenz beeindruckend ist und sowohl in der Hämatologie als auch in der Onkologie Beachtung finden wird. Heuser leitet seit 2010 eine von der Deutschen Krebshilfe geförderte Max-Eder-Nachwuchsgruppe.

Geriatrische Onkologie
Der Förderpreis Geriatrische Onkologie wird gemeinsam von der DGHO und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie verliehen. Der Förderpreis Geriatrische Onkologie wird von der Firma Medac gestiftet und ist mit 7.500 Euro dotiert. Der Förderpreis Geriatrische Onkologie 2011 geht an Prof. Dr. Müller-Tidow und Privatdozent Dr. Utz Krug aus Münster für ihre Arbeit „Web-basierte Vorhersage des Therapieerfolgs bei alten Patienten mit AML“. Die Arbeit wurde Ende 2010 in Lancet Oncology publiziert. Die beiden Preisträger arbeiten klinisch und wissenschaftlich an der Klinik für Innere Medizin der Universitätsklinik Münster.

Preise der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie

Wolfgang-Denk-Preis 2011
Der mit 5.000 Euro dotierte Wolfgang-Denk-Preis für wissenschaftliche Arbeiten aus der klinischen Onkologie der Österreichischen Fachgesellschaft geht 2011 an Dr. Thomas Windeler aus Feldkirch. Der Preisträger wurde für die Arbeit „Germline Polymorphisms un Genes Involved in the IGF1 Pathway Predict Efficacy of Cetuximab in Wild-type KRAS mCRC Patients“ ausgezeichnet. Die prämierte Arbeit wurde im November 2010 in Cancer Research publiziert.

Wilhelm-Türk-Preis 2011
Der Preis der OeGHO für Arbeiten in der klinischen Hämatologie ist mit 5.000 Euro dotiert. 2011 teilen sich diesen Preis zwei Nachwuchswissenschaftler. Dr. Zoya Kuzmina wird für ihre Arbeit „Significant differences in B-cell subpopulations characterize patients with chronic graft-versus-host disease associated dysgammaglobulinemia“ ausgezeichnet. Die Arbeit wurde im Januar 2011 in Blood publiziert.

Mag. Wolfgang Warsch wurde für die im Januar 2011 in Blood publizierte Arbeit „High STAT5 levels mediate imatinib resistance and indicate disease progression in chronic myeloid leukemia“ geehrt. Die beiden ausgezeichneten Wissenschaftler leben und arbeiten in Wien.

Alle Preise werden im Rahmen einer Plenarsitzung am 1. Oktober 2011 von 10:00-11:30 Uhr verliehen. Ein weiteres Highlight dieser Sitzung ist der Vortrag von Prof. Radek Skoda. Als einer der Entdecker des JAK-Pathways und Leiter der Abteilung Experimentelle Hämatologie am Universitätsspital Basel wird Skoda zum Thema Myeloproliferative Syndrome (MPS) und Januskinase-2 Mutationen referieren.

Jahrestagung 2011 von DGHO, OeGHO, SGMO und SGH+SSH
In einer der ältesten Universitätsstädte Europas treffen sich vom 30. September bis 4. Oktober in Basel 4.500 Hämatologen und Onkologen auf der Jahrestagung 2011. Neben der Präsentation neuester Entdeckungen aus der Laborwelt und den klinischen Studiengruppen wollen die Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie auf ihrer Jahrestagung auch aktuelle Therapieansätze diskutieren und das gesundheitspolitische Umfeld beleuchten. Ab Samstag, den 1.10. findet im Hotel Ramada Plaza eine zweitägige Pflegetagung mit zahlreichen Vorträgen und Workshops statt. Der Patiententag, ebenfalls am Samstag, den 1.10., bietet Interessierten die Möglichkeit, sich mit renommierten Experten über die neuesten Entwicklungen in der Erforschung und Behandlung von Blut- und Krebserkrankungen auszutauschen.

Anmeldung und Programmdetails zur Jahrestagung 2011 sowie zum Patiententag und zur Pflegetagung finden Sie unter: http://www.haematologie-onkologie-2011.ch

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Kontakt: Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e.V. | DGHO Hauptstadtbüro | V.i.S.d.P. Mirjam Renz | Fon: 030 / 27 87 60 89 – 0 | Fax: 030 / 27 87 60 89 – 18 | E-Mail: renz@dgho.de | Internet: www.dgho.de

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