Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Krebsart bei Männern. Rund 60.000 neue Fälle werden jährlich registriert. Inzwischen ist Prostatakrebs nicht mehr nur die Krankheit alter Männer. Wegen verbesserter Diagnosemethoden wird die Erkrankung inzwischen auch immer häufiger bei jüngeren Männern festgestellt. So erging es auch Rainer Lutra. Er erkrankte im Alter von 53 Jahren an Prostatakrebs. Nach einer radikalen Prostataentfernung litt er trotz nervenerhaltender Operation an Erektionsstörung. In seinem Buch „Liebe, Sex und Prostatakrebs“ berichtet er ganz offen über seine persönlichen Erfahrungen: Von der Diagnose über den schmerzvollen Verlust der Sexualität bis hin zu dem Weg, den er gegangen ist, um ein erfülltes Liebesleben zurückzugewinnen. Am 12. November 2014 liest Rainer Lutra in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) einige Passagen aus seinem Buch. Darüber hinaus informieren die Oberärzte PD Dr. Matthias Oelke und Dr. George Kedia von der MHH-Klinik für Urologie und Urologische Onkologie aus medizinischer Sicht über Therapieoptionen bei Erektionsstörungen und Inkontinenz nach einer Prostata-Operation. Die Urologen stehen auch bei Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Die Veranstaltung soll nicht nur betroffene Männer, sondern ausdrücklich auch deren Partnerinnen ansprechen.

Wir laden alle Patienten und andere Interessierte ein zur Autorenlesung mit anschließender Fragerunde am

Mittwoch, 12. November 2014,
um 19 Uhr
im Hörsaal R, Gebäude J6, Carl-Neuberg-Str.1, 30625 Hannover.

Die Therapiemöglichkeiten bei Erektionsstörungen reichen von Tabletten bis zum Penisimplantat. Lutra schildert in seinem Buch, wie er und seine Partnerin es geschafft haben, die gemeinsame Sexualität wieder herzustellen. Zwar gebe es zahlreiche medizinische Ratgeber und persönliche Erfahrungsberichte zur Prostatakrebserkrankung, aber keinen Ratgeber aus der Sicht eines Betroffenen zur Überwindung der Erektionsstörung, so seine Motivation für den Bericht. „Genau diese Hilfestellung will ich mit meinem Buch dem Mann beziehungsweise dem betroffenen Paar geben.“

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Dr. George Kedia, Klinik für Urologie und Urologische Onkologie, kedia.george@mh-hannover.de