„Das ist eine besondere Auszeichnung für uns und ein Beweis, dass die Hertie-Stiftung in der Hirnforschung auch über Deutschland hinaus einen ausgezeichneten Ruf genießt“, sagte Prof. Dr. Michael Madeja, Geschäftsführer der Hertie-Stiftung und zuständig für den Bereich Neurowissenschaften. Besonders beeindruckt war Madeja von der prompten Reaktion Mosers, der die Anfrage, die unmittelbar nach der Bekanntgabe des Nobelpreises bei ihm eintraf, innerhalb von 24 Stunden positiv beantwortete.

Moser leitet an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens in Trondheim das Kavli-Institut für Systemische Neurowissenschaften und erforscht gemeinsam mit seiner Frau, wie Orientierung und räumliches Gedächtnis funktionieren. Ihre Arbeit führte zur Entdeckung der so genannten Gitterzellen, die die Grundlage für eine Art internes „Navigationssystem“ des Gehirns bilden.
Gemeinsam mit anderen führenden Neurowissenschaftlern – darunter mehrere Nobelpreisträger – wird Moser nun einen weiteren bedeutenden Wissenschaftspreis mitbestimmen: Der „Eric Kandel Young Neuroscientists Prize“ ist eine Auszeichnung für herausragende europäische Nachwuchswissenschaftler im Bereich der Neurowissenschaften. Namensgeber ist der amerikanische Nobelpreisträger Prof. Dr. Eric Kandel – einer der bekanntesten lebenden Hirnforscher – der der Hertie-Stiftung freundschaftlich verbunden ist.

Die Auszeichnung beinhaltet neben einem persönlichen Preisgeld auch Sachmittel zum Aufbau eines Kooperations- oder Mentorenverhältnisses, bei dem der Preisträger mit einem weltweit führenden Wissenschaftler seiner Wahl zusammenarbeiten kann. Die Dotierung beträgt 75.000 Euro (50.000 Euro zur persönlichen Verwendung, 25.000 Euro für das begleitende Mentoring-Programm). Ausgeschrieben wird der Eric Kandel Prize alle zwei Jahre gemeinsam mit der Federation of European Neuroscience Societies (FENS). Der Eric Kandel Prize ist die am höchsten angesehene Auszeichnung für junge Neurowissenschaftler in Europa. Er ist der einzige nach einem Wissenschaftler benannte Preis, der von diesem selbst verliehen wird.

Die derzeitige europaweite Ausschreibung des Eric Kandel Young Neuroscientists Prize 2015 endet am 1. November. Die Preisverleihung ist am 28. Mai 2015 in der Frankfurter Paulskirche unter Anwesenheit von Prof. Dr. Eric Kandel geplant.

Mehr unter: www.ghst.de/kandelprize (engl) und http://www.ghst.de/unsere-arbeitsgebiete/neurowissenschaften/eric-kandel-young-neuroscientists-prize (deutsch)

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Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Als eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland verfügt die Hertie-Stiftung über ein Vermögen von rund 900 Millionen Euro, dessen Erträge dem Allgemeinwohl gewidmet sind. Dem Willen ihres Stifters Georg Karg folgend, orientiert sich die Hertie-Stiftung an den Lebenssituationen der Menschen und den Herausforderungen der zukünftigen Gesellschaft in den Arbeitsgebieten Vorschule und Schule, Hochschule, Neurowissenschaften und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Die Projekte und Initiativen der Stiftung leisten wissenschaftlich basierte und praxisorientierte Beiträge zur Lösung drängender Probleme unserer Gesellschaft. Sie haben sowohl zum Ziel, die Qualität des öffentlichen Diskurses zu verbessern, als auch in der Praxis modellhafte Lösungsansätze zu schaffen. Diese können und sollen von anderen übernommen werden. Entsprechend fördert und fordert die Hertie-Stiftung Eigeninitiative und Hilfe zur Selbsthilfe.
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