Der gemeinsame Antrag der Kardiologischen Abteilungen der Medizinischen Fakultäten Heidelberg (Ärztlicher Direktor und Koordinator des Antrags: Prof. Dr. Hugo A. Katus) und Mannheim (Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. Martin Borggrefe) hat sich erfolgreich im Wettbewerb um das „Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung“ durchgesetzt.

Ein hochkarätiges, internationales Gutachtergremium hat mit Heidelberg einen der sieben leitungsstärksten Standorte ausgewählt, die gemeinsam das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung bilden werden. Ziel des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr geförderten Zentrums wird der schnellere Transfer von Ergebnissen aus der Grundlagenforschung in den klinischen Alltag sein.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen nach wie vor den traurigen Spitzenplatz bei den Todesursachen ein. Für schwerwiegende Erkrankungen wie Herzmuskelschwäche, Rhythmusstörungen oder koronare Herzerkrankungen stehen keine Therapien zur Verfügung, die an den genetischen und molekularen Ursachen angreifen.

Schwerpunkt der zukunftsweisenden Forschungsstrategie, an dem auch Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Europäischen Molekularbiologie Labors in Heidelberg teilnehmen, ist die Aufklärung der genetischen und molekularen Ursachen von Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie) und Herzrhythmusstörungen. Hierdurch sollen insbesondere neue Ansatzpunkte zur Entwicklung innovativer diagnostischer und therapeutischer Konzepte identifiziert werden.

„Neue Kandidaten für molekulare Therapien und diagnostische Verfahren sind bereits in der Erprobung, die durch deutschlandweit einzigartige translationale Strategien auf ihre Wirksamkeit und Anwendungssicherheit getestet werden können“, erklärt Professor Katus.

Wie Translation, d.h. die Überführung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die Klinik funktioniert, hat Professor Katus bereits vor Jahren mit der Entwicklung des bahnbrechenden Troponin T Tests gezeigt, der Diagnostik und Therapie des Herzinfarktes weltweit revolutioniert hat.

Auch Professor Borggrefe und seine Abteilung sind international anerkannte Experten in der Entwicklung innovativer Therapiekonzepte. Durch ihre Pioniertätigkeit in der Entwicklung neuer Verfahren zur Behandlung von Arrhythmien nimmt Mannheim eine international führende Rolle ein.

„Durch unser übergreifendes Konzept zur gemeinsamen Erforschung von Herzmuskelerkrankungen und Rhythmusstörungen erwarten wir bahnbrechende Erkenntnisse und zukunftsweisende Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie für unsere Patienten“, erläutern Katus und Borggrefe.

Sitz des neuen Heidelberger Herzforschungszentrums „Heidelberg University Research Center for Cardiomyopathies and Arrythmias“ wird der neue, von der Max-Jarecki-Stiftung erbaute Forschungskomplex in der Heidelberger Bahnstadt sein. In diesem hochmodernen Forschungskomplex finden Gruppen beider Standorte für ihr integratives Konzept und neueste Technologien exzellente Rahmenbedingungen vor.

Weitere Informationen im Internet:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Kardiologie-Angiologie-und-Pneumologie.106664.0.html
www.umm.de/452.0.html

Ansprechpartner:
Professor Dr. Hugo A. Katus
Ärztlicher Direktor der Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pneumologie
Medizinische Universitätsklinik Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 86 70 (Sekr.)
Fax 06221 / 56 55 16
E-Mail: Sekretariat.Katus(at)med.uni-heidelberg.de

Professor Dr. Martin Borggrefe
Direktor I. Medizinische Klinik
Universitätsklinikum Mannheim
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim
Tel.: 0621 / 383 22 04 (Sekr.)
Fax: 0621 / 383 38 21

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.600 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.400 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

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