Mehr als 15 Millionen Menschen leiden in Deutschland an chronischen Schmerzen. Mit ihren körperlichen, seelischen und sozialen Ursachen und Folgen gehört die chronische Schmerzkrankheit zu den komplexen und schwer zu behandelnden Erkrankungen. Um einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung von Patienten mit chronischen Schmerzen zu leisten, laden am 3. Juni, anlässlich des Aktionstages gegen den Schmerz, bundesweit Schmerzzentren betroffene Patienten und Interessierte ein, sich über die Möglichkeiten der modernen Schmerztherapie sowie über das Recht auf eine kompetente Behandlung zu informieren. Unter dem Motto „Schmerzmedizin kennenlernen“ bieten die Zentren der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin unterschiedliche Programmpunkte an – über Vorträge, Info-Stände und Telefonaktionen.

„Unser Ziel ist es, die Versorgungssituation von chronischen Schmerzpatienten zu verbessern und zu verhindern, dass immer mehr Menschen aufgrund ihrer Schmerzkrankheit in die Arbeitsunfähigkeit und soziale Isolation geraten“, erklärt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin, Dr. med. Gerhard H. H. Müller-Schwefe.

Um allen Patienten eine qualifizierte Schmerztherapie bieten zu können, wären etwa 5.500 bis 6.000 Schmerzmediziner erforderlich. Doch tatsächlich gibt es kaum mehr als 2.000 – Tendenz weiter fallend. Grund dafür sind die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen, eine überbordende Bürokratie, Regresse und eine ungenügende Honorierung der spezialisierten Schmerzmediziner. „Die Leittragenden sind die Patienten – und das wollen wir ändern“, betont Müller-Schwefe.

Nähere Details zu den einzelnen Aktionen sowie den teilnehmenden Schmerzzentren erhalten Sie über die Geschäftsstelle der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (Heike Ahrendt, Geschäftsstellenleitung, T. 06171-2860-0; E-Mail: heike.ahrendt@dgschmerzmedizin.de).

Weitere Informationen finden Sie im internet unter www.dgschmerzmedizin.de

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Die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin e.V. (DGS) ist mit über 4.000 Mitgliedern die größte europäische Schmerzgesellschaft. Sie ist bundesweit in mehr als 120 regionalen Schmerzzentren organisiert, in denen interdisziplinäre Schmerzkonferenzen veranstaltet werden. Die DGS ist Herausgeberin des Schmerztherapieführers, in dem alle Mitglieder aufgelistet sind.

Gemeinsam mit der Deutschen Schmerzliga e.V. organisiert die DGS den jährlich stattfindenden Deutschen Schmerz- und Palliativtag in Frankfurt/Main. Oberstes Ziel der DGS ist die Verbesserung der Versorgung von Menschen mit chronischen Schmerzen. Dies wird nur durch die Etablierung der Algesiologie in der Medizin erreichbar. Dazu gehört die Qualitätssicherung in der Schmerztherapie durch die Erstellung von Therapiestandards sowie die Verbesserung der Aus-, Fort- und Weiterbildung auf den Gebieten der Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie für Ärzte aller Fachrichtungen.

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