Der Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft würdigte mit der Medaille insbesondere Peitgens Verdienste um Innovationen im Bereich der bildgestützten Medizin zur Früherkennung, Diagnose, Therapieoptimierung und Behandlungserfolgskontrolle bei besonders schweren Krankheiten wie Krebs, Gefäß-, Herz- und Lungenerkrankungen sowie neurologischen Leiden. Peitgen gründete 1995 die gemeinnützige MeVis Research GmbH, die 2009 als Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS in die Fraunhofer-Gesellschaft aufgenommen wurde. Im Fokus von Forschung und Entwicklung des Institutes stehen Softwareanwendungen für interaktive Assistenzsysteme, die Diagnose- und Therapieverfahren optimal unterstützen und für den Einsatz im klinischen Arbeitsalltag geeignet sind. Mittlerweile sind die MEVIS-Programme weit verbreitet und kommen in Kliniken und Forschungseinrichtungen in ganz Europa, Asien und den USA zum Einsatz.

Das MEVIS hat die Kompetenz der Fraunhofer-Gesellschaft auf den Zukunftsfeldern der Medizintechnik und des Gesundheitsmarktes deutlich gestärkt und zusätzlich die weltweite Vernetzung mit klinischen und wissenschaftlichen Kooperationspartnern unterstützt. Peitgen, der das Institut bis Oktober 2012 leitete, trug maßgeblich zu seinem gelungenen Aufbau und seinem Forschungserfolg bei.