Zum siebten Mal veranstalten die DCCV, Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung, und das Kompetenznetz Darmerkrankungen den Crohn & Colitis-Tag. Während des Veranstaltungszeitraums vom 20. September bis 19. Oktober 2014 engagieren sich bundesweit Selbsthilfegruppen und ÄrztInnen mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Infoständen dafür, Aufmerksamkeit für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zu erreichen und so der Tabuisierung der Krankheiten durch fundierte Informationen entgegen zu wirken. Schwerpunktthema ist dieses Jahr die Ernährung bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

„Grundsätzlich kann jeder essen, was ihm schmeckt und bekommt. Eine gute Ernährung kann keinen Schub verhindern oder den Verlauf der Krankheiten aufhalten. Sie kann aber einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität liefern, weil sie die Symptome lindert“, erläutert PD Dr. Carsten Büning, Chefarzt Innere Medizin, Krankenhaus Waldfriede Berlin, „Die Ernährung ist individuell auf den einzelnen Betroffenen abgestimmt. Es gibt zwar keine Richtlinien, aber wir unterscheiden zwischen der schubfreien Zeit, dem Schub und der Ernährung nach der OP. Der Speiseplan sollte sich daran orientieren, besonders, um einer Mangelernährung entgegen zu wirken.“

Gudrun Biller-Nagel, Diplom Ökotrophologin, Asklepios Westklinikum Hamburg, ergänzt: „Die Auswahl, Kombination und Zubereitung von Nahrungsmitteln hat einen Einfluss auf die Darmverträglichkeit. Deswegen reagiert in Zeiten eines Schubes die entzündete Darmschleimhaut anders auf Nahrung, als in Zeiten ohne Schub und wir empfehlen dann, die sonst so förderliche Zufuhr von Ballaststoffen zu reduzieren und auf eine leicht verdauliche Kost umzusteigen. Mit einer abgestimmten Ernährung, die auch Verdauungsstörungen und Unverträglichkeiten berücksichtigt, können wir erreichen, dass Beschwerden geringer werden und das Wohlbefinden gesteigert wird.“

Für Interviewwünsche stehen Ihnen PD Dr. Carsten Büning und Gudrun Biller-Nagel sowie weitere fachmedizinische Berater der DCCV und des Kompetenznetz Darmerkrankungen zur Verfügung.

Informationen zu den Veranstaltern:

DCCV, Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung, e.V.
Die Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV) e.V. ist der Selbsthilfeverband für die mehr als 350.000 Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) in Deutschland. Neben der persönlichen Beratung und Unterstützung von Betroffenen und ihren Angehörigen vermittelt die DCCV Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Ärzten, Pflegepersonal, Krankenhäusern und Kurkliniken. Bei Fragen oder Problemen mit Krankenkassen, Sozial- und Versorgungsämtern, Rentenversicherungsträgern oder Arbeitgebern steht den DCCV-Mitgliedern der Arbeitskreis Sozialrecht zur Seite. Mitglieder erhalten darüber hinaus auch Rechtsschutz vor deutschen Sozialgerichten.
Im Internet: http://www.dccv.de

Kompetenznetz Darmerkrankungen e.V.
Das Kompetenznetz Darmerkrankungen ist ein Verbund von WissenschaftlerInnen, niedergelassenen ÄrztInnen, Fachkliniken, universitären Instituten und der Wirtschaft, das sich mit den beiden am häufigsten auftretenden chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa beschäftigt. Gemeinsam konzentrieren sich die Mitglieder darauf, das Wissen um die Krankheiten zu erhöhen, die Wege von Forschungserkenntnissen zu den PatientInnen zu verkürzen und die Versorgung der PatientInnen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen zu verbessern.
Im Internet: http://www.kompetenznetz-ced.de

Kontakt zu den Veranstaltern:
DCCV, Deutsche Morbus Crohn / Colitis ulcerosa Vereinigung, e.V.
Telefon: +49.(0)30.200 03 92-0, E-Mail: info@dccv.de, www.dccv.de

Kompetenznetz Darmerkrankungen e.V.
Telefon: +49.(0)431.597 39 37, E-Mail: sekretariat@kompetenznetz-ced.de, www.kompetenznetz-ced.de