In einer Pressekonferenz möchten wir Ihnen dazu die wichtigsten Themen der Tagung vorstellen:

Termin: Freitag, 5. September 2014
Zeit: 12.30 – 13.30 Uhr
Ort: Raum C 007, Ludwig-Maximilian-Universität München,
Pettenkoferstraße 14, 80336 München

Die Themen:

– Interdisziplinäre Unfallrekonstruktion und -forschung – Erkenntnisse für die Unfallprävention
Technische, medizinische und psychologische Aspekt müssen bei der Aufarbeitung von Verkehrsunfällen berücksichtigt werden. Nur die umfassende Aufklärung ermöglicht über die Unfallforschung präventive Ansätze (aktuelles Bsp.: Rechtsabbiegerunfälle LKW-Fahrrad).

– Fahrerassistenzsysteme (FAS) – wann helfen sie (nicht)?
FAS sollen den Kraftfahrer unterstützen – in etlichen Situationen helfen sie, z.B. bei der Warnung vor dem Abkommen von der Fahrbahn; doch wann ist der Fahrer mit den Signalen überfordert?

– Erfahrungen unter Weiterentwicklung mit der 3. Auflage der Beurteilungskriterien zur Fahreignung
Im September 2013 wurden die „Beurteilungskriterien“ zur Fahreignungsbegut- achtung durch die DGVP und DGVM veröffentlicht; sie fassen den aktuellen Stand der Wissenschaft zusammen. In der täglichen Praxis ergeben sich hierzu Fragen, die im Rahmen der Tagung diskutiert werden sollen.

– Atemalkohol – Möglichkeiten und Grenzen der Methodik im Straßenverkehr
Es gibt Bestrebungen, die Blutprobe als Beweismittel im Straßenverkehr bzgl. Verkehrsstraftaten mit Alkohol weitgehend durch die Atemalkoholkonzentrations-(AAK) Messung zu ersetzen. In den letzten Jahren gab es ausreichend Gelegenheit, im OWi-Bereich Erfahrungen mit der AAK-Messung zu sammeln. Diese sind durchaus nicht überwiegend positiv und lassen bei Übertragung auf das Strafverfahren etliche Probleme und damit negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit erwarten. Auf die Unzulänglichkeiten der AAK-Messung hatte grundlegend schon der 4. Senat des BGH hingewiesen und diese als nicht akzeptabel im Strafbereich angesehen. Die Schwachstellen der Atemalkoholanalyse in der Praxis (Fehlerquote 50%) hat anschaulich eine polizeiinterne Studie aus Mecklenburg-Vorpommern aufgezeigt.

– Neue Drogen („Legal Highs“) – Gefährdung auch im Straßenverkehr
Bis vor einigen Jahren dominierten im Straßenverkehr neben Alkohol und psychoaktiven Medikamenten v.a. die Drogen gemäß Anlage zum §24a StGB. Seit ca. 5 Jahren werden von den Konsumenten vermehrt Substanzen aufgenommen, die als „Legal Highs“ bezeichnet werden. Unter diesem Begriff werden neue psychoaktive pflanzliche und synthetische Substanzen verschiedener Stoffe zusammen gefasst, die zu Rauschzuständen führen und damit als Unfallursache relevant werden. Die rechtliche Einordnung ist nach einem aktuellen Urteil des EuGH schwierig.

Ihre Gesprächspartner:

Prof. Dr. med. Matthias Graw
Tagungspräsident, Vorstand des Instituts für Rechtsmedizin der LMU München

Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang Schubert
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie e.V. (DGVP)

Prof. Dr. med. Volker Dittmann
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V. (DGVM)

Prof. Dr. med. Frank Mußhoff
Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Verkehrsmedizin e.V. (DGVM)

Pressekontakt:
Conventus Congressmanagement & Marketing GmbH
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Romy Held
Tel.: 03641/311 62 80
E-Mail: romy.held@conventus.de
www.verkehr-symposium.de

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