Der Radiosender SWR2 hat ein Interview mit Institutsdirektor Prof. Frank Weidner zur Lage der Pflege und zu den Herausforderungen der Pflegepolitik in Deutschland ausgestrahlt. Darin führt Weidner aus, dass das Image der Pflege in der Bevölkerung gar nicht so schlecht sei, allerdings müssten die konkreten Rahmen- und Umsetzungsbedingungen in der Ausbildung und der Beschäftigung in der Pflege dringend verbessert werden. Er sieht angesichts des demografischen Wandels und des galoppierenden Fachkräftemangels einen großen Modernisierungsbedarf in der Pflege in Deutschland. Dabei geht es u.a. um die Zusammenführung der Pflegeausbildungen, Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Erhöhung der Vergütungen und Innovationen in der Pflege durch Akademisierung und Forschung. Ziel muss eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit des Pflegesektors national wie internatio-nal sein. Weidner sieht auch die Einführung der beruflichen Selbstverwaltung der Pflege in Form von Pflegekammern als einen wichtigen Schritt in Richtung Aufwertung der Pflege.

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) ist ein gemein-nütziges und finanziell unabhängiges Institut mit Sitz in Köln. Es hat seit seiner Gründung im Jahr 2000 nahezu einhundert Projekte im Gesamtvolumen von über 9,0 Mio. Euro bearbeitet. Darunter sind so bekannte Projektlinien wie das Pflege-Thermometer. Heute sind 16 Mitarbeiter/innen im Institut beschäftigt.

Zum Interview:

http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/journal/problemfall-deutsche-pflegepolitik-weshalb-nur-stueckwerk-fabriziert-wird/-/id=659282/did=14015372/nid=659282/10513bs/index.html