Mit aktuell rund 83.000 Mitgliedern setzen immer mehr Menschen ihr Vertrauen in die Arbeit der Deutschen Herzstiftung, der größten Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Krankheiten in Deutschland. Diese Zahl nannte der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. med. Thomas Meinertz bei der Vorstellung des „Jahresberichts 2013“ der Herzstiftung (erreichbar unter: ). Zugleich legt dieser Wachstumstrend nahe, wie weiterhin hoch der Bedarf an allgemeinverständlichen, zuverlässigen Informationen und Aufklärungsarbeit über die Therapie und Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung ist – dies nicht nur bei Herzpatienten, sondern auch bei herzgesunden Menschen.
Immer noch sterben hierzulande jährlich über 52.000 Menschen am akuten Herzinfarkt, rund 14.000 an Herzklappenkrankheiten, über 45.000 an Herzinsuffizienz und rund 23.000 an Herzrhythmusstörungen. „Diese Herzkrankheiten sind oftmals vermeidbar oder in ihrer Entstehung durch Lebensstilfaktoren – allen voran durch regelmäßige Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und Rauchverzicht – beeinflussbar, wenn sie nicht angeboren oder genetisch bedingt sind“, unterstreicht Kardiologe Prof. Meinertz. „Dies zeigt, wie eklatant wichtig neben dem herzmedizinischen Fortschritt in Diagnostik, Therapie und Nachsorge auch die primäre Vorbeugung von Herzkrankheiten durch einen gesunden Lebensstil ist. Wir richten unsere Arbeit nach diesem Versorgungsbedarf in der Bevölkerung aus, zum Beispiel durch umfangreiche Präventionsprogramme in Grundschulen und in Betrieben.“ Anlass für konkrete Maßnahmen gibt der alarmierend hohe Anteil der übergewichtigen Menschen in der Bevölkerung, besonders die Häufigkeit der übergewichtigen oder fettleibigen Kinder und Jugendlichen. „Hier ist die Politik gefragt, in der Lebensmittelindustrie endlich eine Kennzeichnung nach dem Ampelschema und damit mehr Transparenz durchzusetzen: Jedes Kind und jeder Erwachsene muss im Supermarkt Nahrungsmittel mit hohem Gehalt an gesättigten Fetten, Zucker und Salz sofort erkennen können.“

Die Informations- und Aufklärungsarbeit der Deutschen Herzstiftung ist nur möglich dank der Unterstützung ihrer Mitglieder und Förderer sowie aufgrund testamentarischer Verfügungen. So erzielte die Herzstiftung in 2013 Erträge von 10,20 Mio. Euro (2012: 8,45 Mio. Euro) bei Aufwendungen von 8,44 Mio. Euro (2012: 7,37 Mio. Euro). Entsprechend dieser Ertragslage konnten 2013 auch die Ausgaben in der Förderung der Herz-Kreislauf-Forschung durch die Deutsche Herzstiftung und der von ihr gegründeten Deutschen Stiftung für Herzforschung auf rund 1,97 Mio. Euro (2012: 1,83 Mio. Euro) erhöht werden.

Fokus noch stärker auf versorgungsschwache Regionen – Ausdehnung des Internetangebots

2013 und auch im laufenden Jahr verstärkt die Herzstiftung ihre Anstrengungen zur Verringerung regionaler Versorgungsunterschiede insbesondere in den ostdeutschen Flächenländern: So wird das Regionale Herzinfarktregister Sachsen-Anhalt (RHESA) unterstützt, das von Prof. Dr. Andreas Stang vom Institut für Klinische Epidemiologie an der Universität Halle (Saale) geleitet wird. „Solche länderspezifischen Unterschiede in der Versorgung von Herzpatienten, die sich an der überdurchschnittlich hohen Herzinfarktsterblichkeit manifestieren, sind besorgniserregend und deshalb Gegenstand von Untersuchungen, die wir unterstützen. 2014 erhöhen wir auch in Brandenburg unsere Anstrengungen zur Bekämpfung der Infarktsterblichkeit“, hebt Prof. Meinertz hervor. In Zeiten des Ärztemangels und den oftmals weiten Distanzen zum nächsten Herzspezialisten besonders in den versorgungsschwachen Gebieten übernimmt das Internet für den raschen Zugang zu verlässlichen medizinischen Informationen auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine immer wichtigere Rolle und hilft, Informationslücken bei den Patienten zu schließen. Das kann insbesondere in diesen Regionen lebensrettend sein. Unser Internetangebot bauen wir deshalb kontinuierlich aus.“

23/2014
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