Zum ehrenden Angedenken an den ehemaligen Wissenschaftlichen Geschäftsführer des HZI, der am 16. August 2010 nach nur einjähriger Amtszeit unerwartet verstarb, trägt diese Tagung auch den Namen „Jürgen-Wehland-Symposium“.

Im Mittelpunkt von Eike Steinmanns Forschung steht unter anderem das Übertragungsrisiko von Hepatitis C durch Objekte wie etwa medizinische Geräte. Darüber hinaus untersuchte er die Wirksamkeit verschiedener Methoden, das Hepatitis C-Virus (HCV) durch Desinfektionsmittel unschädlich zu machen. „Eike Steinmanns Forschungsarbeiten haben eine hohe klinische Relevanz und geben wertvolle Hinweise für die praktische Seuchenbekämpfung“, sagt Dr. Siegfried Weiß, Mitglied der Preis-Jury. In Deutschland sind nach Schätzungen zwischen 400.000 bis 500.000 Menschen mit HCV infiziert. Bei vielen von ihnen wird die Infektion chronisch. Sie entwickeln ein erhöhtes Risiko für Leberschäden und Leberkrebs.

Der Jürgen-Wehland-Preis des HZI soll künftig jedes Jahr vergeben werden, um herausragende Nachwuchswissenschaftler auszuzeichnen. Er ist nach Professor Jürgen Wehland benannt, der während seiner gesamten wissenschaftlichen Laufbahn in besonderem Maße Nachwuchswissenschaftler unterstützt und gefördert hat.

Der „North Regio Day on Infection“ (Nordi), in dessen Rahmen der Preis verliehen wird, entstand im Jahr 2010 als zentraler Event und Treffpunkt für Infektionsforscher im Raum Norddeutschland. Der Teilnehmerkreis der englischsprachigen Tagung ging jedoch bereits beim ersten Mal deutlich über die Region hinaus. Koordiniert wird das Treffen vom HZI, der Technischen Universität Braunschweig, dem Robert-Koch-Institut in Wernigerode und der Medizinischen Hochschule Hannover sowie der HZI-Graduiertenschule. Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Zum Jürgen-Wehland-Symposium/Nordi II erwartet das HZI mehrere international renommierte Wissenschaftler als Referenten, darunter den Salmonellen-Forscher Jorge Galán aus New Haven, USA, und die Pneumokokken-Expertin Brigitta Henriques Normark aus Stockholm, Schweden.

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Ansprechpartner: HZI-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Manfred Braun (0531-6181-1400) und Dr. Bastian Dornbach (0531-6181-1407).

Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung:

Am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchen Wissenschaftler die Mechanismen von Infektionen und ihrer Abwehr. Was Bakterien oder Viren zu Krankheitserregern macht: Das zu verstehen soll den Schlüssel zur Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe liefern. Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig ist eine von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen gemeinsam finanzierte Forschungseinrichtung in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Aufgabe des Zentrums ist es, biomedizinische Forschung auf dem Gebiet der Infektionsbiologie sowie deren klinische Anwendung und praktische Umsetzung zu betreiben.