Am Samstagnachmittag wurde die sechste Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie in Berlin feierlich eröffnet. Insgesamt werden in den kommenden drei Tagen mehr als 1.800 Nierenfachärzte (Nephrologen) zu diesem Kongress im Estrel Convention Center erwartet.
Bei der festlichen Eröffnung begrüßten die Tagungspräsidenten, Prof. Dr. Matthias Girndt (Halle/Saale) und Prof. Dr. Christian Hugo (Dresden) die Gäste in der Hauptstadt. Nach den Grußworten von Prof. Girndt und Prof. Dr. Jürgen Floege (Aachen), Präsident der DGfN, folgte ein inspirierender Festvortrag von Prof. Dr. Harald Meller (Halle/Saale, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie, Landesmuseum für Vorgeschichte, zum Thema „Innovationen der Steinzeit“, der alle Anwesenden begeisterte.
Die Innovationen der Zukunft im Bereich der Nephrologie stellte Prof. Hugo vor und widmete sich dem Thema „Regeneration kranker Nieren“. So geht es zukünftig nicht mehr um einen mehr oder weniger guten Ersatz der verlorenen Organfunktion, sondern um ihre Rückgewinnung, sogar um das „Nachwachsen“ von gesundem Nierengewebe. Das klingt nach „Science Fiction“ – und in der Tat ist es bis dahin noch ein sehr weiter Weg. Die Grundlagenforschung hat in den vergangenen Monaten aber vielversprechende Ergebnisse geliefert und die Weichen dafür gestellt, dass diese Vision Realität werden kann. Weltweit arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen an dem Ziel, Nierengewebe zu regenerieren, wie Prof. Hugo ausführte.
Während der Veranstaltung verlieh die DGfN auch ihre höchsten Auszeichnungen: Prof. Dr. Michael J. Mihatsch (Basel/CH) und Prof. Dr. Udo Helmchen (Hamburg) wurden mit der Franz-Volhard-Medaille für ihr herausragendes wissenschaftliches Werk auf dem Gebiet der Nephropathologie geehrt. Der Franz-Volhard-Preis, der besondere Leistungen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochdruckerkrankungen auszeichnet, wurde Prof. Dr. Ulf Panzer (Hamburg) und Prof. Dr. Mario Schiffer (Hannover) verliehen.